John Krasinski Jack Ryan

John Krasinski in 13 Hours © Paramount Pictures

Quelle: Deadline

Tom Clancys CIA-Held Jack Ryan hat seinen fünften Darsteller gefunden. John Krasinski wurde in der Hauptrolle der Amazon-Serie "Jack Ryan" besetzt. Diese wird nicht auf einem bestimmten von Clancys Romanen beruhen, sie jedoch als Quelle der Inspiration nutzen. Denkt man an Krasinskis bekanntesten Charakter, den liebenswerten Jim Halpert aus der US-Sitcom "The Office", erscheint er einem nicht als der naheliegendste Kandidat für die Jack-Ryan-Rolle. Dass er es jedoch auch sehr ernst kann und auch Actionparts überzeugend spielen kann, zeigte er dieses Jahr erst in Michael Bays 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi, in dem der durchtrainierte und bärtige Krasinksi (Foto oben) kaum wiederzuerkennen war. "Jack Ryan" wird von Michael Bays Firma Platinum Dunes produziert, während "Lost"-Co-Showrunner Carlton Cuse und Autor Graham Roland die Federführung bei der Serie übernehmen. Offiziell hat "Jack Ryan" noch kein grünes Licht erhalten, doch die Besetzung von Krasinski in dem Part macht die baldige Freigabe sehr wahrscheinlich. Sollte "Jack Ryan" von Amazon bewilligt werden, dann wird das Projekt die Pilotphase überspringen und direkt in Serie gehen entsprechend dem Deal mit Paramount TV, die "Jack Ryan" ebenfalls produzieren.

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Trotz der Popularität der Romanfigur konnte sich Jack Ryan als Leinwandheld seit längerer Zeit nicht mehr durchsetzen. Krasinski wird nach Alec Baldwin, Harrison Ford, Ben Affleck und Chris Pine bereits der fünfte Schauspieler sein, der den CIA-Analytiker (und späteren US-Präsidenten in den Romanen) seit 1990 spielt. Lediglich Ford verkörperte Ryan mehr als einmal und seine Auftritte in Die Stunde der Patrioten und Das Kartell stellen für viele die Höhepunkte der Jack-Ryan-Filme dar. Weder Afflecks Auftritt in Der Anschlag noch Chris Pines Einsatz im generischen Jack Ryan: Shadow Recruit führten zu Nachfolgefilmen. Dabei sollte gerade Pines Film nicht nur der erste einer Trilogie werden, sondern sogar (verrückterweise) ein Tom-Clancy-Filmuniversum (à la Marvel) begründen, in dem auch Filme über den Navy SEAL John Clark produziert werden würden. Bescheidene Kritiken und eine mittelprächtige Box-Office-Performance setzten diesen ambitionierten Plänen ein Ende. Da Paramount jedoch weiterhin großes Potenzial in der Figur Jack Ryan sieht, geht das Studio jetzt die Serienroute, was angesichts der seriellen Natur der Romane vielleicht sogar der beste Weg ist. Ich bin gespannt, inwiefern sich "Jack Ryan" von ähnlichen Thrillerserien wie "24" oder "Homeland" unterscheiden wird, die in ihrem Genre bereits Maßstäbe gesetzt haben.