James Bond 25 Danny Boyle

© Eon Productions

Quelle: Metro US

Die James-Bond-Regie wird von einem oscarprämierten britischen Regisseur zum anderen weitergereicht. Nachdem Sam Mendes mit Skyfall und Spectre die weltweit erfolgreichsten Bond-Filme inszenierte, soll Danny Boyle (Slumdog Millionär, Trainspotting) sein Nachfolger werden und Daniel Craigs fünften und letzten Einsatz als 007 auf die Leinwand bringen.

Gerüchte über Boyle als Regiekandidat für James Bond 25 schwirren schon seit Wochen herum. Angeblich sei er gemeinsam mit dem Drehbuchautor John Hodge, der schon die beiden Trainspotting-Filme schrieb, mit ihrer eigenen Idee für den nächsten Bond an Eon herangetreten, die nun die bisherige Arbeit von Neal Purvis und Robert Wade ersetzen soll.

Boyle hat das Gerücht jetzt selbst bestätigt. Jedoch soll James Bond 25 nicht sein nächster Film werden. Stattdessen plant er, zuerst eine noch unbetitelte musikalische Komödie nach einem Drehbuch von Richard Curtis (Vier Hochzeiten und ein Todesfall, Tatsächlich…Liebe) mit Lily James (Cinderella) in der Hauptrolle zu drehen. James soll darin eine Lehrerin in den Sechzigern oder Siebzigern spielen und nach Mamma Mia! Here We Go Again wieder ihr Gesangstalent unter Beweis stellen. Erst Ende des Jahres soll James Bond 25 vor die Kameras gehen, wie Boyle verriet: (aus dem Englischen)

Wir arbeiten aktuell am Drehbuch. Und davon hängt es letztlich ab. Ich arbeite momentan an einem Film nach Richard Curtis' Drehbuch. Wir hoffen, ihn in sechs oder sieben Woche zu drehen. Dann würde Bond Ende des Jahres folgen. Aber wir arbeiten aktuell an beiden Filmen.

Wir haben eine Idee, John Hodge, der Drehbuchautor, und ich haben diese Idee. Und John schreibt momentan das Skript. Alles hängt davon ab, wie es werden wird. Es wäre blöd von mir, noch mehr zu verraten.

Vor Boyle waren noch Yann Demange (’71) und David Mackenzie (Hell or High Water) im Gespräch für die Regie, nachdem die erste Wahl des Studios, Denis Villeneuve (Blade Runner 2049), zugunsten des Dune-Reboots abgelehnt hatte. Dass das Studio jedoch Boyle vorziehen würde, versteht sich angesichts der zahlreichen Kritikererfolge des Filmemachers von selbst. Allerdings wird er den Film nur machen, wenn er auch mit dem Drehbuch zufrieden ist.

Interessant ist, dass durch diese neue Entwicklung James Bond 25 der erste Film der Bond-Reihe seit Der Morgen stirbt nie sein wird, an dessen Drehbuch das Duo Neal Purvis und Robert Wade nicht beteiligt sein wird. Ich vermute, dass Boyle klare Vorstellungen für den Film hatte und nur bereit war, zuzusagen, wenn seine und Hodges Idee umgesetzt werden wird. Der Regisseur hat noch nie einen Film von dieser Größe inszeniert (The Beach war mit $50 Mio Budget sein bislang teuerstes Projekt), doch mit Filmen wie Trainspotting, 28 Days Later, Sunshine, Slumdog Millionär und Trance hat er ein ausgesprochen gutes Auge und Gespür für visuellen Flair bewiesen, die mich nicht daran zweifeln lassen, dass er auch für Bond eine gute Wahl wäre.

James Bond 25 wird voraussichtlich im November 2019 in die Kinos kommen.