Quelle: Walt Disney Studios

Regisseur Rob Marshall kehrt dieses Jahr mit Disneys Into the Woods wieder zu dem Genre zurück, mit dem seine Karriere durchstartete – dem Musical. Während sich vermutlich niemand mehr an sein Musical Nine erinnert, ist de "Bester Film"-Oscargewinner Chicago immer noch das erfolgreichste Realfilm-Musical der letzten Jahrzehnte und wird es vermutlich noch lange Zeit bleiben. Schaut man sicher aber den ersten Trailer zu Into the Woods (unten) an, würde man gar nicht auf den Gedanken kommen, dass im Film gesungen wird. Disneys Marketing-Abteilung hat ihr Bestes getan, um die Tatsache vor dem Publikum zu verbergen, dass Into the Woods die Adaption von Stephen Sondheims (Sweeney Todd) erfolgreichem Broadway-Musical ist. Stattdessen verkauft sich der Film wie ein weiterer Disney-Märchenfilm à la Maleficent, Die fantastische Welt von Oz oder Alice im Wunderland. Angesichts der Tatsache, dass diese Filme zu weltweiten Riesenhits wurden, kann man Disneys Strategie natürlich einerseits verstehen. Andererseits wird so manch ein Zuschauer, der nach der Sichtung dieses Trailers in den Film reingeht, aus dem Staunen nicht herauskommen, wenn die Figuren plötzlich im Gesang ausbrechen.

Visuell werden natürlich wieder starke Bilder geboten, doch daran ist man ja bei den neueren Märchenfilmen von Disney schon gewohnt (um nicht zu sagen "von ihnen abgestumpft"). Um mich wirklich zu beeindrucken, braucht es schon etwas anderes als schöne Effekte und eine tolle Ausstattung. Und das bietet die Geschichte von Into the Woods eigentlich, auch wenn der Trailer dies nicht vermittelt. Das Musical handelt von einem Bäcker (James Corden) und seiner Frau (Emily Blunt), die von einer Hexe (Meryl Streep) mit dem Fluch der Kinderlosigkeit belegt werde. Damit sie den Fluch aufhebt, müssen die beiden ihr vier Dinge beschaffen – Haar so gelb wie Mais, einen Mantel so rot wie Blut, eine Kuh so weiß wie der Schnee und einen goldenen Schuh. Diese müssen sie den diversen bekannten Märchencharakteren abnehmen. Damit kommen Rotkäppchen, Cinderella, Rapunzel, der böse Wolf und andere bekannte Märchenfigur ins Spiel. Doch obwohl das Ehepaar dem Ziel nahe scheint, haben ihre Handlungen unvorhergesehene Konsequenzen.

Die Besetzung des Films ist klasse. Neben Corden, Blunt und Streep, spielen hier noch Johnny Depp, Anna Kendrick, Christine Baranski, Chris Pine und Lucy Punch mit. Die meisten der Schauspieler könnt Ihr bereits auf den 11 Fotos sehen, die aus dem Film veröffentlicht wurden.

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Während die US-Zuschauer Into the Woods bereits pünktlich zur Weihnachtszeit zu sehen bekommen werden (eigentlich der perfekte Zeitraum, um diesen Film in die Kinos zu bringen), müssen sich die deutschen Kinogänger unverständlicherweise bis zum 19.02.2015 gedulden. Ich hoffe sehr, dass Marshall nach den Enttäuschungen von Nine und dem lustlosen Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten, wieder sein Talent unter Beweis stellen kann.