Quelle: Sony Pictures

Lange Zeit war der zweifache Oscarpreisträger Tom Hanks einer der wenigen ganz großen Stars Hollywoods ohne ein eigenes Franchise und ohne jemals in einer Fortsetzung mitgespielt zu haben (von der Toy-Story-Reihe, in der er dem Cowboy Woody seine Stimme leiht, mal abgesehen). Das änderte sich, als Hanks 2006 die Rolle des Harvard-Symbologen Robert Langdon in der Verfilmung von Dan Browns kontroversem und enorm erfolgreichem Roman „Sakrileg“ übernommen hat. Unter Ron Howards Regie entstanden und mit Audrey Tautou, Ian McKellen, Jean Reno und Paul Bettany in den Nebenrollen hervorragend besetzt, eröffnete The Da Vinci Cide – Sakrileg vor zehn Jahren die Filmfestspiele von Cannes und trotz entschieden durchwachsener Rezensionen spielte der Thriller weltweit mehr als $750 Mio ein. Für einen „erwachsenen Thriller“ ohne große Actionszenen, Superhelden und Explosionen ein geradezu phänomenales Ergebnis. Alleine in Deutschland sahen fast 5,7 Mio Zuschauer Robert Langdons ersten Kino-Einsatz. Doch wie auch die Kritiker, waren nicht alle Zuschauer von der Verfilmung überzeugt. War Langdons Schnitzeljagd im Roman noch fesselnd geschrieben, funktionierte sie auf der Leinwand einfach nicht so gut.

Als dann drei Jahre später mit Illuminati der zweite Robert-Langdon-Film von Ron Howard und mit Tom Hanks in die Kinos kam, war die Begeisterung verhaltener und die weltweiten Einnahmen gingen auf knapp $485 Mio zurück. Dafür fand ich Illuminati sowohl als Romanvorlage als auch im Kino deutlich spannender als The Da Vinci Code, doch er hatte eben nicht die große Vatikan-Kontroverse, die für viel Medienhype sorgte, und war durch die mäßige Rezeption des Vorgängers vorbelastet.

Nichtsdestotrotz war der Film ein großer Erfolg, weshalb es ein wenig verwundert, dass erst sieben Jahre später ein neuer Langdon-Film in die Kinos kommt. Am 13.10. beginnt in Inferno für Robert Langdon erneut ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem noch viel mehr auf dem Spiel steht als bei seinen bisherigen Abenteuern – das Überleben der Menschheit!

Sony Pictures hat jetzt den ersten Trailer zu Inferno veröffentlicht, den Ihr unten sehen könnt. Nachdem The Da Vinci Code – Sakrileg Paris und London als Schauplätze hatte und Illuminati Rom bzw. Vatikan, geht es in Inferno abermals nach Italien, denn wo sonst können die Rätsel zu Dante Alighieris „Inferno“ liegen, wenn nicht in Florenz?

Ich schätze, dass Sony klar wurde, dass literarische und geschichtliche Rätsel sich vielleicht spannend lesen, aber optisch nicht gerade sehr viel hergeben. Deshalb scheint der Trailer alleine schon mehr reißerische Action zu enthalten als der gesamte Roman, wie ich ihn in Erinnerung habe – oder zumindest versucht das Marketing-Team diesen Eindruck durch hektische Schnitte und einige offensichtliche Albtraumsequenzen zu erwecken.

Mit der Verfilmung von „Inferno“ überspringt Sony den dritten Langdon-Roman von Dan Brown, „Das verlorene Symbol“, der eigentlich lange Zeit als Vorlage für den dritten Langdon-Film galt. Diese Entscheidung kann ich vom ganzen Herzen begrüßen. Dan Browns Romane sind mit Sicherheit keine literarischen Meisterwerke, doch die Rätsel, die er seinen Protagonisten als Hindernisse in den Weg wirft, halten die Spannung stets aufrecht. Jedoch sind sie in der Regel auch immer nach dem gleichen Muster gestrickt, was die Entwicklung der Handlung, die Figuren und den Bösewicht betrifft, und bei keinem seiner Romane fiel diese Redundanz so sehr auf wie bei „Das verlorene Symbol“, mit dem ich erst nach meinem dritten Anlauf fertig wurde. „Inferno“ war wieder um einiges flotter und spannender erzählt (trotz des etwas fragwürdigen Finales) und Dantes „Inferno“ als Grundlage aller Rätsel im Roman zu nehmen, war ist ein interessanter Ansatz. Hoffentlich gelingt es dem Film mehr als The Da Vinci Code, die Spannung von den Buchseiten in dem Film spürbar werden zu lassen.

Neben Hanks spielt in Inferno der oscarnominierte Rising Star Felicity Jones (Die Entdeckung der Unendnlichkeit) mit, der demnächst auch in Rogue One – A Star Wars Story zu sehen sein wird. Als junge Ärztin Sienna Brooks gerät auch sie ins Kreuzfeuer der Verfolger von Langdon. Omar Sy (Ziemlich beste Freunde), Irrfan Khan (Jurassic World), Sidse Babett Knudsen („Borgen – Gefährliche Seilschaften“) und Ben Foster (Contraband) als Schurke vervollständigen den Cast.

Unten findet Ihr das US-amerikanische und das internationale Filmposter zu Inferno sowie vier Filmbilder, die alle wichtigen Charaktere zeigen, mit der Ausnahme von Fosters Bertrand Zobrist (wer den Roman kennt, weiß aber auch, dass er darin nicht sonderlich häufig auftritt).

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Offizieller Inhalt:

„INFERNO setzt die Leinwandabenteuer des berühmten Harvard-Symbologen fort: Robert Langdon (Tom Hanks) wird darin mit einer Reihe von Hinweisen konfrontiert, die mit Dantes „Inferno“ zusammenhängen. Nachdem er in einem italienischen Krankenhaus mit Amnesie erwacht ist, tut er sich mit der jungen Ärztin Sienna Brooks (Felicity Jones) zusammen, weil er hofft, dass sie ihm dabei helfen kann, seine Erinnerung wiederzuerlangen. Gemeinsam hetzen sie in einem Wettlauf gegen die Zeit durch ganz Europa, um eine tödliche globale Bedrohung abzuwenden“