Quelle: Deadline

In der Filmbranche ist es seit geraumer Zeit zu einem neuen, wenn auch nicht gerade einfallsreichem Trend geworden, mehr oder weniger bekannte Filme aus der Vergangenheit neu zu verfilmen. Zu diesen gehört jetzt auch der Horror-Slasher "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast". Jim Gillespies Versuch, wie auch der von Regisseur Jamie Blanks mit "Düstere Legenden", im Fahrwasser von Wes Cravens Horrorfilm "Scream" mitzuschwimmen, ohne das Niveau des Teenie-Slasher-Klassikers zu erreichen, zog neben mäßiger Kritik, auch zwei weitere Sequels nach sich ("Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast" 1998 und "Ich werde immer wissen, was du letzten Sommer getan hast" 2006).

Das Original von 1997 handelt von einer Gruppe Teenager (Sarah Michelle Gellar, Jennifer Love Hewitt, Ryan Phillippe und Freddie Prinze Jr.), die genau ein Jahr nach einem verheimlichten Unfall-Tod eines Unbekannten zur blutigen Rechenschaft gezogen werden. Das Grundthema wie auch die Mittelmäßigkeit haben sich bei den folgenden Sequels nicht geändert und dementsprechend fiel auch die Kritik der beiden Nachfolger aus.

Jetzt plant Sony Pictures eine Neuverfilmung des Horror-Franchise und möchte sich mit dem Drehbuch mehr an den gleichnamigen Roman von Lois Duncan aus dem Jahr 1973 orientieren. Mike Flanagan, der erst im letzten Jahr gute Kritiken für seinen Horrofilm "Oculus" erhielt, wird für das Drehbuch verantwortlich sein und ist neben Neal Moritz und Jeff Howard auch als Produzent für den Film tätig. Neal Moritz war ebenfalls am Original von 1997 beteiligt und produzierte zuletzt die Action-Komödie "22 Jump Street", mit Channing Tatum und Jonah Hill in den Hauptrollen .

Weder ist zur Zeit ein Termin zum Drehbeginn bekannt, noch welche Schaupieler wir in der Slasher-Neuverfilmung zu sehen bekommen.

Man fragt sich dabei natürlich ob es sinnvoll ist einen Film neu zu verfilmen, der bereits damals nur mäßige Kritiken erhielt. Doch wie heißt es so schön: Totgeglaubte leben länger und so darf man sich auch sehr gern eines Besseren belehren lassen. Ich persönlich halte eine Neuverfilmung jedenfals für unnötig, da man lieber in neue Ideen investieren sollte, auch wenn es den Anschein hat, dass Hollywood diese offenbar ausgehen.