Hayao Miyazaki Ruhestand

Quelle: Kotaku

Wenn eine Meldung aus der Filmwelt es diese Woche verdient, mit "Fuck yeah!" kommentiert zu werden, dann diese. Hayao Miyazaki, der Mitbegründer des legendären Studio Ghibli, das uns Anime-Perlen wie Prinzessin Mononoke, Chihiros Reise ins Zauberland und Mein Nachbar Totoro schenkte, kehrt offiziell aus dem Ruhestand zurück. Das hat Toshio Suzuki, Miyazakis langjähriger Kollege und ehemaliger Präsident von Studio Ghibli, bestätigt.

Miyazaki kündigte im Laufe seiner langen Karriere mehrfach an, sich aus dem aktiven Geschäft zurückzuziehen, nur um seine Meinung später doch noch zu revidieren, doch letztes Mal schien er es sehr ernst zu meinen und Wie der Wind sich weht sollte sein finaler Film werden. Miyazakis Rückzug aus dem Filmgeschäft zog große Konsequenzen nach sich und war einer der Faktoren, die dazu beigetragen haben, dass Studio Ghibli im Sommer 2014 die Produktion von Animes auf unbestimmte Zeit gänzlich einstellte. Bereits vergangenen November kamen jedoch Gerüchte über eine mögliche Rückkehr von Miyazaki auf. Diese besagten, dass er mit der Produktion des Kurzfilms Boro the Caterpillar über eine winzige Raupe, den er für das Museum des Studio Ghibli inszenieren sollte, aufgrund der veranschlagten kurzen Laufzeit des Films so unzufrieden war, dass er aus dem Stoff stattdessen seinen 12. Langfilm produzieren wolle, der 2019 veröffentlicht werden soll, 40 Jahre nach seinem allerersten Film Das Schloss des Caligostro.

Dieses Gerücht hat sich jetzt zumindest zum Teil bewahrheitet. Laut Suzuki arbeite Miyazaki gerade mit ganzer Kraft an einem neuen Film, der jedoch erst pünktlich zu den Olympischen Spielen 2020 in Japan fertiggestellt werden soll. Ob es sich bei diesem Film tatsächlich um Boro the Caterpillar handelt, wurde nicht erwähnt. Das ist jedoch auch nicht so wichtig, denn so lange Miyazaki überhaupt einen neuen Film macht, wird dieser definitiv einen Blick wert sein. Und vielleicht wird ja seine Rückkehr ins Filmgeschäft das Studio Ghibli allgemein wiederbeleben. Man darf träumen…

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