Gypsy Staffel 2

© 2017 Netflix

Quelle: Deadline

Wenn Ihr die Überschrift gelesen habt und Euch dann dachtet "Habe noch nie von der Serie gehört", dann gehört Ihr der großen Mehrheit an. Schon vor der Veröffentlichung der zehnteiligen ersten Staffel von "Gypsy" müssen die Verantwortlichen bei Netflix geahnt haben, dass sie mit der Serie keinen neuen Hit à la "Orange is the New Black" oder "Narcos" produziert hatten. Die Werbeaufwand für "Gypsy" hielt sich in Grenzen, die Serie sorgte zu ihrer Veröffentlichung kaum für Aufmerksamkeit und wurde in der Kritik durch die Bank verrissen, wobei das langsame Tempo und die unglaubwürdig gezeichneten Figuren die größten Kritikpunkte waren.

Jetzt gesellt sich "Gypsy" zu "Girlboss" und "The Get Down" als dritte Netflix-Serie überhaupt, die der Streaming-Dienst nach nur einer Staffel abgesetzt hat. Überraschen sollte diese Entwicklung eigentlich niemanden, dem aufgefallen ist, wie mucksmäuschenstill es um die Serie nach ihrer Veröffentlichung wurde. Auch Superstar Naomi Watts konnte "Gypsy" nicht retten. In der Serie spielt sie die Psychotherapeutin Jean Holloway aus Manhattan, die sich in der Routine ihres Ehelebens langweilt und auf der Suche nach neuen Kicks die Grenzen ihres Berufs-Ethos überschreitet. So fängt sie unter anderem eine Affäre mit der jungen Ex-Freundin (Sophie Cookson) eines ihrer Patienten an. Billy Crudup (Alien: Covenant) spielt Jeans Ehemann.

Es gab mal eine Zeit, das rühmte sich Netflix noch damit, keine einzige Serie nach nur einer Staffel abzusetzen und so gut wie alle Serien zumindest zu einem abgeschlossenen Ende zu führen. Doch bei dem enormen Output an Eigenproduktionen konnte das so natürlich nicht aufrechterhalten werden. Alle 2-3 Wochen geht eine neue Netflix-Serie an den Start, sodass es eigentlich unvermeidlich ist, dass einige davon floppen. Wenn eine Serie bereits zum Start furchtbare Rezensionen erhält und nicht gerade einen Markennamen wie "Fuller House" als Zuschauermagnet hat, schalten die meisten Serienfans erst gar nicht ein.

Aus meiner Sicht ist die Absetzung von "Gypsy" wirklich kein großer Verlust. Als jemand mit dem entsprechenden Hintergrund, finde ich, dass die Welt wirklich keine weitere unrealistische und äußerst unvorteilhafte Darstellung der psychotherapeutischen Arbeit braucht. Wer Naomi Watts gerne in einer gleichgeschlechtlichen Affäre sehen möchte, sollte einfach wieder Mulholland Drive in den Player schmeißen. Falls Euch "Gypsy" aber doch noch neugierig gemacht hat, findet Ihr unten den Trailer zur Serie:

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