Guardians of the Galaxy Vol 2 Start

© 2017 Walt Disney Pictures

Quelle: Boxofficemojo

Zeit Herrschaft von Dom und seiner Crew ist zu Ende und es gibt einen neuen Spitzenreiter an den nordamerikanischen Kinokassen. Die Sommer-Box-Office-Saison ist eröffnet und wie jedes Jahr seit 2007 ist das Box-Office am ersten Mai-Wochenende wieder fest in der Hand einer Marvel-Verfilmung (bis 2020 hat Disney für jedes erste Mai-Wochenende ebenfalls einen Marvel-Film angesetzt). Guardians of the Galaxy Vol. 2 kam gestern mit mächtigen $56,3 Mio von 4347 Kinos (zehntbreitester Start überhaupt) aus den Startlöchern, davon $17 Mio aus Previews vom Vortag. Es war der zweitbeste Start des Jahres, nach Die Schöne und das Biest ($63,8 Mio), und der sechstbeste Starttag für die Adaption eines Marvel-Comics, hinter Avengers: Age of Ultron ($84,4 Mio), Marvel’s The Avengers ($80,8 Mio), The First Avenger: Civil War ($75,5 Mio), Iron Man 3 ($68,9 Mio) und Spider-Man 3 ($59,8 Mio). Die anderen fünf Filme sind übrigens auch allesamt am ersten Mai-Wochenende ihrer jeweiligen Jahre angelaufen. Gegenüber dem Starttag seines direkten Vorgängers hat Guardians of the Galaxy Vol. 2 eine deutliche Steigerung um knapp 49% verbucht. Angesichts der enormen Beliebtheit des ersten Films haben einige Beobachter im Vorfeld sogar einen noch größeren Start erwartet, doch es gibt hier nichts zu meckern. Die Einnahmen reichen für Platz 25 unter den erfolgreichsten Starttagen aller Zeiten. Von den fünf Marvel-Produktionen, die besser angelaufen sind als Guardians of the Galaxy Vol. 2, waren drei Ensemble-Produktionen (The Avengers, Age of Ultron und Civil War), die davon profitierten, dass sie gleich mehrere Franchise-Helden aus dem Marvel-Kinouniversum in einem Film zusammenbrachten. Iron Man 3 profitierte wiederum sehr davon, der erste Marvel-Film nach dem Megahit The Avengers zu sein.

Die Mundpropaganda ist bei Guardians of the Galaxy Vol. 2 sehr positiv. Der Film wurde von seinen Zuschauern am Starttag im Schnitt mit einem "A"-CinemaScore bewertet (äquivalent einer "1"). Die gleiche Wertung erhielt auch der erste Film. Der Anteil der Previews am Startag (etwa 30,2%) spricht auch dafür, dass das Sequel nicht extrem frontlastig ist. So betrug der Anteil bei Civil War 33,1% und bei Age of Ultron 32,5%. Guardians of the Galaxy Vol. 2 sollte die Familien mehr ansprechen als die anderen beiden Filme, was dafür sorgen sollte, dass der Film sich über das Gesamtwochenende besser hält. Es ist ein US-Startwochenende von etwa $135-140 Mio zu erwarten, womit sich der Streifen unter den 20 umsatzstärksten Startwochenenden aller Zeiten in den USA und in Kanada platzieren würde. Als Sequel und mit deutlich mehr Konkurrenz voraus als sein Vorgänger wird sich Vol. 2 in den nächsten Wochen natürlich nicht so phänomenal halten können wie der erste Film, der nach einem $94,3-Mio-Startwochenende knapp $333 Mio in Nordamerika einspielte, doch er sollte es dank dem deutlich besseren Start dennoch schaffen, das Original zu übertreffen und etwa $340-350 Mio in Nordamerika erreichen.

International läuft es für Guardians of the Galaxy Vol. 2 auch prima mit bislang etwa $167 Mio außerhalb von Nordamerika, und das noch bevor der Film Japan und China erreicht hat. Sollte er in China deutlich zulegen, könnte er als fünfte Marvel-Produktion weltweit $1 Milliarde erreichen.

Der Riesenstart von Guardians of the Galaxy Vol. 2 schluckte die Zuschauer der gesamten Konkurrenz. Fast & Furious 8 spielte an seinem vierten Freitag lediglich $2,2 Mio ein, 56,7% unter der Vorwoche. Damit knackte der Film nach 22 Tagen als vierter Teil der Reihe die $200-Mio-Marke und steht jetzt bei $200,8 Mio. Allerdings liegt der Streifen 6% hinter dem nahezu identisch gestarteten Fast & Furious 6 und fällt immer weiter zurück. Am gesamten Wochenende wird er etwa $7,5-8 Mio einnehmen und steuert auf knapp $220 Mio Gesamteinspiel zu.

Ohne neue animierte Konkurrenz in Sicht hielt sich The Boss Baby hervorragend und erreichte gestern weitere $1,3 Mio, nur 33,4% weniger als an seinem vorigen Freitag. Aktuell steht der Film bei $151,9 Mio nach sechs Wochen im Verleih. Am Gesamtwochenende sollte der Animationshit aus dem hause DreamWorks etwa $6 Mio einspielen. Da keine Animationsfilme im Mai in die Kinos kommen werden, hat The Boss Baby noch einige ertragreiche Wochen vor sich und wird langfristig mehr als $170 Mio in Nordamerika einspielen.

How to Be a Latin Lover mit Salma Hayek und Kristen Bell fiel um 65,6% gegenüber dem Starttag vor einer Woche auf $1,3 Mio und brachte sein US-Einspiel auf $16,7 Mio nach acht Tagen. Die nur $10 Mio teure Produktion, die sich vornehmlich an ein Hispanics-Publikum in den USA richtet, wird insgesamt etwa $26-28 Mio in Nordamerika einnehmen.

Disneys Die Schöne und das Biest rundete die Top 5 mit $1,2 Mio ab und profitierte offensichtlich von Double Features mit Guardians of the Galaxy Vol. 2, sodass das Einspiel nur 26,3% unter der Vorwoche lag. Insgesamt hat das Märchen-Musical gigantische $483,9 Mio eingenommen und belegt bereits Platz 9 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten in Nordamerika. Noch dieses Wochenende wird er an Findet Dorie ($486,3 Mio) vorbeiziehen und auf Platz 8 aufsteigen. Auf lange Sicht traue ich es ihm zu, $500 Mio zu erreichen.

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