Quelle: Hollywood Foreign Press Association

Angela Bassett, America Ferrera, Chloë Grace Moretz, Dennis Quaid und Corinne Foxx (Jame Foxx‘ Tochter) haben die Nominierungen in den Hauptkategorien der 73. Golden Globes soeben live verkündet.

Die Golden Globes werden seit 1944 von den Mitgliedern der Hollywood Foreign Press Association (HFPA) verliehen. Dabei handelt es sich um einen Verband von internationalen Journalisten, die seit längerer Zeit in Hollywood arbeiten. Aktuell zählt die HFPA 93 Mitglieder – eine winzige Zahl verglichen zu fast 5800 Mitgliedern der Academy, die über die Oscars abstimmen. Nichtsdestotrotz zählen die Golden Globes seit geraumer Zeit in den USA zu den prestigeträchtigsten Auszeichnungen im Film und Fernsehen nach den Oscars bzw. den Emmys. Es gilt: wer hier gewinnt, ist bei den nächsten Oscars ganz gut aufgestellt. Dabei stehen die Golden Globes eigentlich in keinerlei direktem Zusammenhang mit den Oscars, denn im Gegensatz zu den gestern verkündeten Nominierungen der Schauspielergewerkschaft, sind es keine Industriepreise, sondern letztlich sehr prestigeträchtige Kritikerpreise. Das bedeutet, dass es keinerlei Überschneidung zwischen den Wählern der Globes und denen der Oscars gibt. So gewannen bei den letzten Globes Boyhood und Grand Budapest Hotel die Auszeichnungen als Bester Film und Richard Linklater wurde als „Bester Regisseur“ für Boyhood prämiert, bei den Oscars gingen beide Preise jedoch an Birdman.

Nichtsdestotrotz beeinflussen die Golden Globes natürlich die allgemeine Wahrnehmung der Filme und lenken vielleicht die Aufmerksamkeit der potenziellen Oscar-Wähler auf den einen oder anderen Film. Dieser Effekt wird dadurch begünstigt, dass die Abstimmung über die Oscarnomnierungen in der Regel nur einige Tage nach der Bekanntgabe der Golden-Globe-Nominierungen beginnt.

Seit 1956 werden bei den Golden Globes nicht nur Filmschaffende ausgezeichnet, sondern auch die besten Leistungen im TV-Geschäft, wobei natürlich gerade in den letzten 10-15 Jahren dieser Bereich immens an Bedeutung gewonnen hat. Sowohl bei den Filmen als auch bei den Serien unterscheiden die Golden Globes zwischen den Subkategorien „Drama“ und „Komödie/Musical“, wodurch eine große Bandbreite an Filmen und Serien nominiert wird. Gerade im Bereich Film sorgt diese Aufteilung dafür, dass hier auch Künstler und Filme berücksichtigt werden, die bei den Oscars keine Chance haben. Die Kategorisierung als „Komödie/Musical“ kann gelegentlich jedoch sehr kurios ausfallen, so wie die diesjährige Einordnung von Der Marsianer als Komödie.

Besonderes Augenmerk sollte man bei den Filmen auf die Kategorien „Bestes Drehbuch“ und „Beste Regie“ legen, denn hier wird nicht nach „Drama“ und „Komödie/Musical“ getrennt (und bei den Drehbüchern nicht einmal nach adaptiert und Original), sodass die Nominierten hier deutlich härterer Konkurrenz ausgesetzt sind, was die Nominierungen umso bedeutender macht.

Unten findet Ihr die diesjährigen Nominierungen für die Golden Globes, die am 10.01. in Los Angeles verliehen werden. Die Verleihung wird (zum Glück!) wieder vom britischen Comedian Ricky Gervais moderiert werden. In einem separaten Artikel werden wir heute noch ausführlich auf die Überraschungen, die Gewinner und die Verlierer der diesjährigen Nominierungen eingehen sowie was sie für das laufende Oscar-Rennen bedeuten. Bleibt dran!

FILME

Bester Film (Drama)

Carol
Mad Max: Fury Road
The Revenant – Der Rückkehrer
Raum
Spotlight

Bester Film (Komödie/Musical)

The Big Short
Joy
Der Marsianer
Spy – Susan Cooper Undercover
Dating Queen

Beste Regie

Todd Haynes (Carol)
Alejandro González Iñárritu (The Revenant – Der Rückkehrer)
Tom McCarthy (Spotlight)
George Miller (Mad Max: Fury Road)
Ridley Scott (Der Marsianer)

Bester Hauptdarsteller (Drama)

Leonardo DiCaprio (The Revenant – Der Rückkehrer)
Michael Fassbender ( Steve Jobs)
Bryan Cranston (Trumbo)
Eddie Redmayne (The Danish Girl)
Will Smith (Erschütternde Wahrheit)

Beste Hauptdarstellerin (Drama)

Cate Blanchett (Carol)
Brie Larson (Raum)
Rooney Mara (Carol)
Saoirse Ronan (Brooklyn)
Alicia Vikander (The Danish Girl)

Bester Hauptdarsteller (Komödie/Musical)

Christian Bale (The Big Short)
Steve Carell (The Big Short)
Matt Damon (Der Marsianer)
Al Pacino (Danny Collins)
Mark Ruffalo (Infinitely Polar Bear)

Beste Hauptdarstellerin (Komödie/Musical)

Jennifer Lawrence (Joy)
Melissa McCarthy (Spy – Susan Cooper Undercover)
Amy Schumer (Dating Queen)
Maggie Smith (The Lady in the Van)
Lily Tomlin (Grandma)

Bester Nebendarsteller

Mark Rylance (Bridge of Spies – Der Unterhändler)
Paul Dano (Love & Mercy)
Idris Elba (Beasts of No Nation)
Michael Shannon (99 Homes)
Sylvester Stallone (Creed – Rocky’s Legacy)

Beste Nebendarstellerin

Jane Fonda (Ewige Jugend)
Jennifer Jason Leigh (The Hateful Eight)
Helen Mirren (Trumbo)
Alicia Vikander (Ex Machina)
Kate Winslet (Steve Jobs)

Bester Animationsfilm

Anomalisa
Alles steht Kopf
Arlo & Spot
Die Peanuts – Der Film
Shaun das Schaf – Der Film

Bester fremdsprachiger Film

Das brandneue Testament
El Club
Die Kinder des Fechters
Mustang
Son of Saul

Bestes Drehbuch

Tom McCarthy & Josh Singer (Spotlight)
Emma Donoghue (Raum)
Michael Lewis & Adam McKay (The Big Short)
Aaron Sorkin (Steve Jobs)
Quentin Tarantino (The Hateful Eight)

Beste Filmmusik

Carol
The Danish Girl
The Hateful Eight
Steve Jobs
The Revenant – Der Rückkehrer

Bester Song

„Love Me Like You Do“ (Fifty Shades of Grey)
„One Kind of Love“ (Love & Mercy)
„See You Again“ (Fast & Furious 7)
„Simple Song #3“ (Ewige Jugend)
„Writing’s on the Wall“ (Spectre)
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SERIEN/TV-FILME

Beste Serie (Drama)

„Empire“
„Game of Thrones“
„Mr. Robot“
„Narcos“
„Outlander“

Bester Hauptdarsteller (Drama)

Jon Hamm („Mad Men“)
Rami Malek („Mr. Robot“)
Wagner Moura („Narcos“)
Bob Odenkirk („Better Call Saul“)
Liev Schreiber („Ray Donovan“)

Beste Hauptdarstellerin (Drama)

Eva Green („Penny Dreadful“)
Viola Davis („How to Get Away with Murder“)
Taraji P. Henson („Empire“)
Catriona Balfe („Outlander“)
Robin Wright („House of Cards“)

Beste Serie (Komödie/Musical)

„Casual“
„Mozart in the Jungle“
„Orange is the New Black“
„Silicon Valley“
„Transparent“
„Veep – Die Vizepräsidentin“

Bester Hauptdarsteller (Komödie/Musical)

Aziz Anzari („Master of None“)
Gael García Bernal („Mozart in the Jungle“)
Rob Lowe („The Grinder“)
Patrick Stewart („Blunt Talk“)
Jeffrey Tambor („Transparent“)

Beste Hauptdarstellerin (Komödie/Musical)

Julia Louis-Dreyfus („Veep – Die Vizepräsidentin“)
Lily Tomlin („Grace & Frankie“)
Rachel Bloom („Crazy Ex-Girlfriend“)
Gina Rodriguez („Jane the Virgin“)
Jamie Lee Curtis („Scream Queens“)

Beste Miniserie oder TV-Film

„American Crime“
„American Horror Story: Hotel“
„Fargo“
„Flesh and Bone“
„Wolf Hall“

Bester Hauptdarsteller (Miniserie/TV-Film)

Idris Elba („Luther“)
Oscar Isaac („Show Me a Hero“)
David Oyelowo („Nightingale“)
Patrick Wilson („Fargo“)
Mark Rylance („Wolf Hall“)

Beste Hauptdarstellerin (Miniserie/TV-Film)

Sarah Hay („Flesh and Bone“)
Lady Gaga („American Horror Story: Hotel“)
Felicity Huffman („American Crime“)
Queen Latifah („Bessie“)

Bester Nebendarsteller (Serie/Miniserie/TV-Film)

Alan Cumming („The Good Wife“)
Damian Lewis („Wolf Hall“)
Ben Mendelsohn („Bloodline“)
Tobias Menzies („Outlander“)
Christian Slater („Mr. Robot“)

Beste Nebendarstellerin (Serie/Miniserie/TV-Film)

Uzo Aduba („Orange is the New Black“)
Regina King („American Crime“)
Joanne Froggatt („Downton Abbey“)
Maura Tierney („The Affair“)
Judith Light („Transparent“)
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