Das deutsche Fernsehen hat einen der ganz Großen verloren. Götz George, Darsteller des einstigen "Tatort"-Kommissars Horst Schimanski, starb bereits am 19. Juni im Alter von 77 und wurde in Hamburg beigesetzt. Erst am Sonntagabend wurde sein Tod jedoch öffentlich bekannt.

Im Kino war George seit seiner Jugend in den Fünfzigern aktiv und drehte fast 50 Filme, in denen er u. a. komplexe Rollen spielte wie Dr. Josef Mengele (Nichts als die Wahrheit) oder den Serienmörder Fritz Haarmann (Der Totmacher). Doch es wird wohl die Figur des Duisburgers Hauptkommissars Horst Schimanski bleiben, die seine Karriere definierte. Im Juni 1981 feierte Georges Schimanski seinen ersten Auftritt bei "Tatort" und mit seiner raubeinigen, offenherzigen, fluchenden Art stellte er eine Abkehr von den angepassten Kommissaren vor ihm dar. Nicht jeder war von Schimanski anfänglich begeistert, doch die Zuschauer schlossen ihn schnell ins Herz und fragt man heutzutage nach dem besten "Tatort"-Kommissar aller Zeiten, wird man häufiger denn nicht seinen Namen hören.

In 29 "Tatort"-Fällen ermittelte George als "Schimmi" zwischen 1981 und 1991, zwei davon liefen sogar erfolgreich im Kino (im Gegensatz zu Til Schweigers geflopptem Einsatz Tschiller: Off Duty). George griff die Rolle 1997 wieder auf und spielte sie in 17 "Schimanski"-Fernsehfilmen, zuletzt 2013 in "Loverboy".

Mit anderen Worten: aus dem deutschen Fernsehen ist Georges Schimanski nicht wegzudenken. Nicht umsonst werden in der "Heimat" des Ermittlers sogar mehrere Schimanski-Touren angeboten – manche samt Currywurst!

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