Dwayne Johnson in G.I. Joe – Die Abrechnung (2013) © Paramount Pictures

Quelle: LRM

Lange ist es her, dass wir etwas Konkretes zu G.I. Joe 3 gehört haben, dem dritten Teil der auf HASBRO-Spielfiguren basierenden Filmreihe, die 2009 mit G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra begann und vor drei Jahren mit G.I. Joe – Die Abrechnung fortgeführt wurde. Letztes Jahr wurde berichtet, dass D.J. Caruso (Eagle Eye) die Regie des dritten Films übernehmen würde und Newcomer Aaron Berg wurde das Drehbuch anvertraut. Ob das noch gilt, noch etwas unklar, denn mittlerweile hat Paramount auch Pläne gefasst, ein großes Filmuniversum basierend auf verschiedenen Spielfiguren-Reihen von HASBRO ins Leben zu rufen (seufz…), darunter M.A.S.K., Rom, Micronauts und eben G.I. Joe. Zum Brainstorming über dieses Filmuniversum stellte Paramount ein großes Autoren-Team zusammen (ähnlich wie das Studio auch beim Transformers-Franchise verfahren hat), zu dem u. a. Michael Chabon, Brian K. Vaughan, Nicole Perlman, Lindsey Beer, John Francis Daley und Jonathan Goldstein gehören. Es ist aber noch nicht bekannt, welche Auswirkungen dieses Vorhaben auf G.I. Joe 3 hat.

Falls Ihr bereits vergessen (oder verdrängt) habt, dass dieses Franchise noch existiert, hat nun Storm-Shadow-Darsteller Byung-Hun Lee, einer der wenigen Schauspieler, die in beiden bisherigen G.I. Joe-Filmen mitgespielt haben, in einem Interview daran erinnert. Er erklärte aber auch, was möglicherweise der Hauptgrund ist, weshalb es so wenig Bewegung beim Sequel in letzter Zeit gab: (aus dem Englischen)

Ich habe vom Studio gehört, dass ein dritter Film durchaus möglich ist, aber ich glaube, sie versuchen derzeit noch die gemeinsamen Zeitfenster in den Terminkalendern der Darsteller zu finden und zu koordinieren, insbesondere in dem von Dwayne Johnson.

Das leuchtet ein. Johnson kam als Marvin „Roadblock“ Hinton zwar erst im zweiten Film an Bord der Reihe und es ist nicht weit hergeholt, zu behaupten, dass der Film seinen Erfolg zum großen Teil Johnson zu verdanken hat. Mit etwa $375 Mio Einspiel weltweit verbesserte sich G.I. Joe – Die Abrechnung gegenüber seinem Vorgänger, und das bei einem niedrigeren Budget. Das Sequel hat den Großteil der Besetzung aus dem ersten Film ausgetauscht. Lediglich Byung-hun Lee, Arnold Vosloo, Jonathan Pryce, Ray Park und Channing Tatum (dessen Part allerdings auf ein Cameo reduziert wurde) verkörperten ihre Rollen aus dem Original, während sich Sienna Miller, Rachel Nicholsm, Marlon Wayans und Joseph Gordon-Levitt nicht mehr blicken ließen. Paramount war mit dem Ergebnis so zufrieden, dass ein dritter Film recht schnell nach dem Release des zweiten angekündigt wurde.
Seit G.I. Joe – Die Abrechung ist Johnsons Stern am Hollywood-Himmel nur noch weiter gestiegen und er ist mittlerweile zum bestbezahlten Schauspieler der Welt aufgestiegen. Das hat er sich mit harter Arbeit auch redlich verdient, denn es gibt in Hollywood aktuell kaum fleißigere Workaholics als ihn. Seit 2010 spielte er in insgesamt 14 Filmen mit und hat es nebenbei noch irgendwie geschafft, die Hauptrolle in der HBO-Serie „Ballers“ zu übernehmen, die nächstes Jahr in die dritte Runde gehen wird. Darüber hinaus erwarten uns 2017 Baywatch, Fast & Furious 8 und das Jumanji-Reboot/Sequel mit ihm. Auch in den Jahren danach wird es erst einmal nicht entspannter werden. Unter anderem stehen für Johnson die Arcade-Spielverfilmung Rampage, die DC-Comicadaption Shazam!, Doc Savage, das Sequel zu San Andreas, zwei Fortsetzungen zu Die Reise zur geheimnisvollen Insel und ein Remake des Kultfilms Big Trouble in Little China an, und das ist nur ein Teil der Projekte, mit denen Johnson regelmäßig in Verbindung gebracht wird. Wo soll noch Platz für G.I. Joe 3 sein, einen Film, der vermutlich nicht die höchste Priorität für Johnson besitzt? Also ist erst einmal Geduld angesagt oder Paramount verzichtet komplett auf Johnson, was aus kommerzieller Sicht aber vermutlich keine weise Entscheidung wäre.