© Paramount Pictures

Quelle: Los Angeles Times

Dwayne „The Rock“ Johnson ist nicht nur der bestbezahlte Schauspieler Hollywoods, sondern auch definitiv einer der fleißigsten. Unermüdlich dreht er einen Film nach dem anderen neben seiner erfolgreichen HBO-Serie „Ballers“ und hat zu jedem Zeitpunkt gefühlt ein halbes Dutzend neuer Projekte in der Pipeline. Allein dieses Jahr sehen wir ihn im Kino in Fast & Furious 8, Baywatch und Jumanji. Aktuell dreht er die Arcade-Spielverfilmung Rampage und Filme wie Skyscraper, ein Sequel zu San Andreas, Fast & Furious 9 sowie das kürzlich angekündigte Spin-Off um seinen und Jason Stathams Fast-&-Furious-Charakter stehen in nächster Zeit für ihn an. Langeweile wird The Rock wohl erst einmal nicht haben.

Immerhin einen Film kann er jetzt aus seinem Terminkalender streichen. Nachdem Paramount lange Zeit G.I. Joe 3 plante, für den Johnson seinen Charakter Roadblock aus dem zweiten Film wieder verkörpern sollte, hat Spielzeughersteller und G.I Joe-Rechteinhaber HASBRO das Sequel verworfen und entwickelt stattdessen ein komplettes Reboot der Reihe, das sich – in den Worten von HASBROs Lizenzchef Simon Waters – an ein jüngeres Publikum, die Millennials, richten soll anstatt auf die Nostalgie der Fans alter G.I. Joe-Cartoons und Spielfiguren zu setzen: (aus dem Englischen)

Die Welt hat sich verändert, und ich denke, dass sich G.I. Joe mit ihr verändern wird. Es wird eine viel modernere Herangehensweise an das Franchise sein und das wird uns ermöglichen, unterschiedliche Charaktere zu entwickeln.

HASBROs Chief Content Officer Steve Davis ergänzte:

Es ist eine andere Art „Joe“ – eine, die die Fans von früher anspricht, aber auch Zuschauer, die mit der Materie nicht vertraut sind, und eine größere Zielgruppe sowohl in Nordamerika als auch international erreicht.

Das klingt alles ein wenig vage, also erlaubt mir an dieser Stelle, zwischen den Zeilen zu lesen und zu „übersetzen“, was dies bedeutet: jüngere und vor allem ethnisch bunter durchmischte Charaktere, vermutlich mit einem besonders großen Hang zu chinesischen Figuren, um bessere Chancen auf dem am schnellsten wachsenden Filmmarkt der Wet zu haben. Gegen all das spricht prinzipiell nicht viel, wenn das alles nicht so kalkuliert klingen würde, anstatt sich zur Abwechslung wirklich Gedanken um eine gute Geschichte zu machen.

Der nächste G.I. Joe-Film soll, wie die Gerüchte schon früher besagten, auch Elemente aus dem erweiterten HASBRO-Universum beinhalten, wie ROM, Micronauts, Visionaries und M.A.S.K. Habe ich gerade „HASBRO Kinouniversum“ gehört? Ja, vermutlich.

Dass HASBRO diesen Schritt geht und dafür auf G.I. Joe 3 verzichtet, obwohl D.J. Caruso als Regisseur für das Sequel bereits verpflichtet war und sich mehrere Drehbuchautoren daran versuchten, ist wenig verwunderlich. Zwar waren die G.I.-Joe-Filme milde Erfolge im Kino, erreichten jedoch nicht einmal annähernd die Zahlen der Transformers-Filme. Es gab als durchaus Potenzial, das jedoch (durch mittelmäßige Filme) nicht ausgeschöpft wurde. Ob es mit dem neuen Ansatz besser laufen wird?