Quellen: Bloody Disgusting, TooFab

Kann es denn so schwierig sein, einen Freitag-der-13.-Film zu produzieren, der den Fans der Reihe gefallen würde? Diese Frage musste ich mir stellen, als mir auffiel, dass bereits sieben Jahre seit dem Reboot der Reihe vergangen sind, ohne dass ein neuer Jason-Voorhees-Amoklauf die Leinwände erreichte. Überhaupt ist es um die ganz großen Horror-Ikonen in den letzten Jahren ruhig geworden. Seit fast sechs Jahren gibt es keinen neuen Freddy-, Michael- oder Jason-Film. Seit Halloween als erstes der drei großen Slasher-Franchises 1978 an den Start ging, gab es noch nie eine so lange Pause, in der keine der Filmreihe einen neuen Film hervorgebracht hat. Immerhin ließ Leatherface vor drei Jahren die Kettensäge wieder einmal rattern und sein neuer Film wird bereits gedreht.

Gerade bei Freitag der 13. wundert es mich, dass ein weiterer Film Paramount so viel Kopfzerbrechen bereitet. Schließlich sind die Filme dieser Reihe unter den Genrefans nicht für ihre ausgeklügelten Geschichten, innovative Filmtechniken oder künstlerischen Anspruch bekannt. Man nehme eine Reihe hübscher junger Leute in einem Sommerlager, eimerweise Blut und Gedärme (natürlich handgemacht und nicht computeranimiert!), die eine oder andere obligatorische Nacktszene und voilà, der Freitag-der-13.-Cocktail ist fertig.

Doch seit dem finanziell durchaus erfolgreichen aber von den Fans eher gemischt aufgenommenen Reboot müht sich das Studio damit ab, die richtige Herangehensweise zu finden. Erst sollte der Film in einer Winterlandschaft spielen, auf dem Höhepunkt der 3D-Popularität sollte er in 3D sein und als Paramount mit Paranormal Activity große Erfolge feierte, wurde der Freitag der 13. als ein „Found Footage“-Film konzipiert. V/H/S-Regisseur David Bruckner kam und ging, ohne dass der Film Fortschritte gemacht hat und der US-Starttermin wurde mittlerweile dreimal verschoben, zuletzt auf den 13.01.2017.

Seit der Bekanntgabe des neuen Startdatums sind allerdings auch fünf Monate ohne weitere Entwicklungen vergangen, sodass man mittlerweile in Frage stellen darf, ob der neue Termin überhaupt eingehalten werden wird. Doch vielleicht gibt es diesmal einen Funken Hoffnung. Das genreorientierte Online-Portal Bloody Disgusting fand heraus, dass Drehbuchautor Aaron Guzikowski, der auch das tolle Skript zu Prisoners geschrieben hat, seinen Drehbuchentwurf im April dem Studio vorlegen muss. Wenn es dem Studio gefällt, heißt es volle Fahrt voraus und noch Ende des Sommers würden die Dreharbeiten beginnen. Dann wäre der Film zwar bis Januar vermutlich immer noch nicht fertig, könnte aber spätestens am 13.10.2017 starten. Aber das alles klappt natürlich nur, wenn Guzikowskis Drehbuch dem Studio auch gefällt.

Platinum-Dunes-Produzenten Andrew Form und Brad Fuller verrieten zudem kürzlich bei der WonderCon, dass der Film nicht in unserer Zeit spielen wird, sondern in der Vergangenheit. Ich vermute, dass dies eine Rückkehr in die Achtziger bedeutet, die glorreiche Zeit der Reihe. Außerdem bestätigten sie erneut, dass die „Found Footage“-Idee endgültig verworfen wurde (zum Glück!).

Was würdet Ihr gerne in einem neuen Freitag-der-13.-Film sehen?