Quelle: Lionsgate Films

Wenn Ihr in den Neunzigern aufgewachsen seid, könnt Ihr Euch bestimmt noch an die Zeiten erinnern, in denen Bruce Willis ein wirklich großer Kinostar war. Pulp Fiction, 12 Monkeys, Armageddon, Sixth Sense, Last Boy Scout, Das fünfte Element und natürlich die Stirb-langsam-Reihe machten Willis zu einem der größten Kassenmagnete der Traumfabrik, insbesondere wenn es etwas actionreicher wurde.

In den letzten Jahren waren die neuen Filme mit seiner Beteiligung viel häufiger direkt in den Regalen von Fachgeschäften anzutreffen als auf der Leinwand. Willis trat in die unrühmlichen Fußstapfen von Nicolas Cage und John Cusack und schlafwandelt von einer Direct-to-DVD-Performance zur nächsten. Natürlich gab es auch in den letzten Jahren überraschende Perlen wie RED oder Looper oder aber auch einen Auftritt in Wes Andersons gefeierter Arthouse-Komödie Moonrise Kingdom, doch immer häufiger hat man das Gefühl, dass Willis nicht mehr aus Leidenschaft, sondern lediglich für seinen Gehaltscheck am Filmset auftaucht. Siehe Filme wie Marauders, Vice, The Prince, Precious Cargo oder Extraction.

Zwei dieser Filme hat er unter der Regie von Steven C. Miller abgedreht, der sich mittlerweile als ein neuer König von direkt fürs Heimkino günstig produzierten (und meist in Cincinatti gedrehten) Actionthrillern etabliert hat und kürzlich auch das Sequel zu Escape Plan mit Sylvester Stallone inszenierte. Insbesondere in Marauders stand dem normalerweise auch in schwächeren Filmen sehr charismatischen Willis seine Lustlosigkeit ins Gesicht geschrieben.

Auch für Willis' neusten Film ist das Team hinter Extraction und Marauders verantwortlich gewesen: Produktionsfirma Emmett/Furla/Oasis Films und Miller als Regisseur. In First Kill spielt Willis einen Polizeichef, der brutalen Bankräubern auf den Fersen ist. Diese haben den Sohn des Wall-Street-Maklers Will (Star-Wars-Star Hayden Christensen) entführt und zwingen ihn dazu, ihre Beute für sie wieder zu beschaffen.

Lionsgate veröffentlicht First Kill am 21. Juli in den USA und den ersten Trailer zum Film gibt es unten zu sehen. Dieser hat leider den gleichen recht billigen Look wie die letzten Filme von Steven C. Miller und verspricht einen ähnlich routiniert und desinteressiert agierenden Willis wie in den meisten seiner letzten Rollen, was natürlich nichts zwingend bedeutet, dass das Gesamtwerk nicht einen gewissen Unterhaltungswert besitzen wird. Es bleibt nur zu hoffen, dass er in Eli Roths bereits abgedrehtem Remake zum Selbstjustiz-Klassiker Death Wish etwas mehr Farbe in seinem Spiel zeigen wird.

First Kill Trailer Bruce Willis Poster