Quelle: Warner Bros. Pictures

Als vor einigen Tagen der Eröffnungsfilm des 31. Fantasy Filmfests enthüllt wurde, staunten die Fans nicht schlecht. Die Stephen-King-Vefilmung Es, die für viele Horrorfans zu den meisterwarteten Filmen der nächsten Zeit gehört, wird im Rahmen des Festivals ihre Deutschlandpremiere feiern. In Vergangenheit wurden schon zahlreiche Filmhighlights beim Fantasy Filmfest aufgeführt, darunter Scream, Pulp Fiction und The Descent, dennoch ist es lange her, dass ein im Vorfeld so stark gehypter Film (dessen erster Trailer alle Aufruf-Rekorde brach) beim FFF seine Premiere feiern durfte. Hut ab dafür an Warner Bros., die die Zusage erteilten. Wer sich also nicht bis zum offiziellen Start des Films am 28. September gedulden möchte, sollte einen Abstecher zum größten Genrefilm-Festivals Deutschlands wagen, das zwischen dem 6. September und 1. Oktober durch sieben deutsche Städte touren wird. Alle Infos dazu findet Ihr hier.

Dass es jeden Grund gibt, sich auf Es zu freuen, zeigt auch der soeben veröffentlichte gruselige neue Trailer zum Film, den wir Euch ohne Umschweife unten präsentieren möchten:

Deutscher Trailer

Originaltrailer

Fazit: Gänsehaut pur! Der neue Trailer zeigt immer noch nicht sehr viel von Pennywise, jedoch genug, um ihn furchterregend wirken zu lassen. Der Clown Pennywise war schon immer das angsteinflößendste Monster, das Stephen King in seiner langen Karriere als King of Horror erschaffen hat und Tim Currys phänomenale Performance sorgte dafür, dass sich das Bild des Gruselclowns ins Gedächtnis unzähliger Kinder und Jugendliche einbrannte. Doch die Miniserien-Adaption von 1990 ist, von Currys Auftritt abgesehen, nicht gut gealtert (wenn auch bis heute charmant), was angesichts der damals zur Verfügung stehenden begrenzten Mittel im Fernsehen kein Wunder ist. Aus diesem Grund freue ich mich seit Jahren auf eine Kinoadaption der Geschichte und alles, was es bislang zu sehen gab, gibt mir das Gefühl, dass Regisseur Andrés Muschietti der Vorlage gerecht wurde – zumindest ihrem ersten Teil, denn der Film deckt nur den Teil des Romans ab, in dem die Kinder gegen Es kämpfen. Ein zweiter Teil, wieder inszeniert von Muschietti, soll nächstes Jahr gedreht werden und vom Kampf der erwachsenen "Verlierer" handeln, mit Flashbacks zu ihrer Kindheit.

Ein weiterer Bonuspunkt für den Film ist sein R-Rating, die nicht-jugendfreie Altersfreigabe, mit der der Film produziert wurde und die eine vorlagengetreuere Adaption des Romans ermöglicht. Muschietti erklärte in einem Interview mit dem französischen Filmmagazin Mad Movies, weshalb die Freigabe für den Film wichtig war: (aus dem Französischen)

Das ist ein R-rated-Film. Ich bin sehr froh darüber, weil es uns ermöglicht, sehr erwachsene Themen zu behandeln. Jeder "Verlierer" kennt die Verzweiflung, zusätzlich zum Schrecken von Es und der Höhenangst. In Beverlys Fall ist es natürlich das Schlimmste, weil es um den sexuellen Missbrauch einer Minderjährigen geht. Aber jedes Kind wird auf die eine oder andere Weise vernachlässigt. Bill ist wie ein Gespenst im eigenen Haus, weil seine Eltern nicht über Georgies Tod hinwegkommen. Ben wird natürlich in der Schule gemobbt. Wir wissen nicht viel über Richies Persönlichkeit, weil er das Großmaul der Gruppe ist, aber vermutlich braucht er auch die Aufmerksamkeit, weil er zu Hause vernachlässigt wird. Kurz gesagt: es gibt viele schwierige Situationen und wir hatten die Gelegenheit, sie in einem Film zu erzählen, der sich mit diesen Konflikten direkt auseinandersetzt. Die Familien der jungen Schauspieler waren sehr offen, sodass wir über Themen reden konnten, die normalerweise sehr heikel sind.

Von unserem ersten Gespräch mit New Line Cinema an, war es Konsens, dass der Film ein R-Rating tragen wird. Natürlich ist es schon von Anfang an verrückt, dass es eine Geschichte ist, die vom Tod der Kinder handelt. Aber wenn man dann einen PG-13-Film zu machen versucht, hat man am Ende nichts. Also hatten wir viel Glück, dass die Produzenten nicht versucht haben, uns aufzuhalten. Genau genommen war es eher unser eigener moralischer Kompass, der uns gezeigt hat, dass manche Dinge an Orte führen, die wir nicht betreten wollten.

Seine Schwester und Produzentin Barbara Muschietti ergänzte, was mit dem letzten Kommentar gemeint war:

Um genauer zu sein, werdet Ihr in dem Film nicht die Szene finden, in der einem Kind das Rückgrat gebrochen und es in die Toilette geworfen wird. Wir dachten, dass diese Szene etwas hatte, was visuell einfach zu viel gewesen wäre. Aber ansonsten haben wir nichts an unserer ursprünglichen Vision verändert und haben die Gewalt nicht weichgespült. Wir glauben, dass die Fans uns dafür dankbar sein werden, dass wir diesen Aspekt des Romans im Film beibehalten haben. Bislang hat niemand, der den Film gesehen hat, das Kino verlassen! Ich muss sagen, dass wir vielen Einsprüchen durch den Kontext der Geschichte entgehen können, in der die Angst der Kinder das Monster nährt.

Das lässt einem Horrorfan in Vorfreude das Wasser im Munde zusammenlaufen. Tatsächlich habe ich bereits mehrere (zuverlässige) Berichte von Zuschauern gelesen, die den Film bei Testvorführungen gesehen haben und durchweg begeistert waren. Es hat gute Chancen, zum größten Horror-Highlight des Jahres zu werden.

Unten findet Ihr das neuste Poster zum Film, das im Rahmen der Comic-Con 2017 in San Diego veröffentlicht wurde:

Es Trailer & Poster

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