Sarah Michelle Gellar in Eiskalte Engel (1999) © Sony Pictures

Quelle: TVLine

Wer 1999 ein Teenager war, erinnert sich mit Sicherheit an Eiskalte Engel. Die moderne Adaption von Pierre Choderlos de Laclos‘ Briefroman „Gefährliche Liebschaften“ ist bis heute das ultimative Guilty Pleasure für viele, die den Film im jüngeren Alter erlebten. Ob die sexy Sarah Michelle Gellar, die in Eiskalte Engel sehr effektiv gegen ihr braves Buffy-Image anspielte, der durch das Filmende unvergesslich  gewordene Song „Bittersweet Symphony“ oder der legendäre Kuss zwischen Gellar und Co-Star Selma Blair – es gibt wirklich viel, woran man sich aus dem Film erinnern kann.

Anfang des Jahres erinnerte sich auch der Fernsehsender NBC daran und begann mit der Entwicklung einer Sequel-Serie zum Film, der mehr als 15 Jahre nach Filmende ansetzen und dem Sohn von Annette und Sebastian (Reese Witherspoon und Ryan Phillippe im Film) folgen sollte. Doch das eigentliche Highlight der Serie (und der Hauptgrund für mich, ihr eine Chance zu geben) sollte die Rückkehr von Sarah Michelle Gellar als manipulative Über-Bitch Kathryn Merteuil sein.

Zu meiner großen Freude hat Gellar tatsächlich für die Serie unterschrieben und die Pilotfolge wurde unter der Regie von Roger Kumble inszeniert, der auch den Originalfilm drehte. Taylor John Smith, Nathalie Kelley, Peter Gallagher und Kate Levering (in Reese Witherspoons Rolle) spielten neben Gellar mit. Doch als NBC die neuen Serien des Senders für die TV-Saison 2016/2017 angekündigt hat, war „Eiskalte Engel“ (OT: „Cruel Intentions“) nicht dabei. Jedoch wollte der Sender die Serie noch nicht abschreiben und verlängerte die Vertragsoptionen der Besetzung. Senderpräsidentin Jennifer Salke erklärte, dass man nur eine große neue Drama-Soap ins Programm aufnehmen wollte und „This Is Us“ erschien als eine bessere Option. Angesichts der Riesenquoten, die die Serie mit Mandy Moore und Milo Ventimiglia aktuell erzielt, hat man die Entscheidung sicherlich nicht bereut. Was „Eiskalte Engel“ betrifft, so wurde u. a. in Erwägung gezogen, die Serie über eine Streaming-Plattform zu veröffentlichen, was den Machern auch eine erwachsenere und freizügigere Serie ermöglicht hätte.

Doch nach mehreren Monaten der Stille kommt jetzt die traurige Neuigkeit für alle, die darauf hofften, Gellar wieder in ihrer zweiten Paraderolle nach Buffy wiederzusehen: NBC hat sich endgültig gegen die Serie entschieden, mit der Begründung, dass es für sie schlicht und ergreifend keinen Platz im Programm gebe. Sony Pictures TV, die Produktionsfirma hinter der Serie, gibt das Projekt jedoch nicht ganz auf und sucht aktuell nach einer neuen Heimat für die Serie. Na, Netflix, wie wär’s?

Würdet Ihr gerne eine Sequel-Serie zu Eiskalte Engel sehen?