Da die bescheidenen Wurzeln unserer Website in meiner Heimatstadt Bonn liegen und ich als Redakteur eine Affinität für die Stadt habe und bedauere, dass sie nur sehr selten zum Schauplatz irgendwelcher filmbezogenen Events wird, versuche ich gelegentlich unsere Leserinnen und Leser aus der Gegend darauf hinzuweisen, wenn doch etwas Besonderes aus dem Bereich Film hier stattfindet.

So ist mir zu Ohren gekommen, dass morgen, am 16.10., um 19 Uhr in der Neuen Filmbühne in Bonn eine Sondervorführung der deutschen Working-Class-Tragikomödie Ein Geschenk der Götter stattfinden wird. Der Film läuft bereits seit dem 9.10. in den deutschen Kinos und Regisseur Oliver Haffner (für den es sein zweiter Film ist) ist seit Ende September fleißig auf einer Premierentour durch Deutschland unterwegs, bei der er seinen Film dem Publikum vorstellt und auch Rede und Antwort steht. Morgen erreicht die Premierentour in Bonn eine ihrer letzten Stationen (nach mehr als 15 besuchten Städten zuvor) und natürlich wird auch hier Oliver Haffner die Fragen des Publikums gerne beantworten. Die Veranstaltung ist für die Kinobesucher öffentlich zugänglich. Später am Abend, um 21 Uhr, findet diese Veranstaltung auch im Kölner Arthouse-Kino Odeon statt, wo der Regisseur die Publikumsfragen ebenfalls beantworten wird.

Den Abschluss findet die Premieretour danach am 27.10. in Kaiserslautern, wo Haffner gemeinsam mit dem Filmdarsteller Rainer Furch den Film im Union-Kino vorstellen wird.

Ein Geschenk der Götter handelt von der  Schauspielerin Anna (Katharina Marie Schubert), die aus heiterem Himmel ihre Anstellung an einem kleinen Stadttheater verliert. Eben noch auf der Bühne findet sie sich nun in der Tristesse des örtlichen Jobcenters wieder. Auf Drängen ihrer theaterbegeisterten Sachbearbeiterin übernimmt sie die Leitung eines Schauspielkurses für acht Langzeitarbeitslose – „schwer Vermittelbare“. Trotz gewaltiger Widerstände gegen die verpflichtende Bildungsmaßnahme formt sich aus den frustrierten Einzelkämpfern zunehmend eine eingeschworene Gruppe, mit der Anna „Antigone“ inszeniert. Überraschend kommt in die privaten Dramen der Teilnehmer immer mehr Bewegung und auch Anna erlebt einen Neuanfang, mit dem sie so nicht gerechnet hat.

Wer also spontan einen Abendplan für morgen braucht und sich nicht vor alltagsnahen deutschen Tragikomödien zurückschreckt, hat hier eine tolle Gelegenheit, den Macher des Films zu treffen.

https://youtu.be/ZLcLDxfSV8A