Die Truman Show Serie

Quelle: The Wrap

Kaum ein Film der Neunziger war so prophetisch und seiner Zeit voraus wie Peter Weirs Meisterwerk Die Truman Show, für den Jim Carrey zwar einen Golden Globe gewann, aber schändlicherweise einer Oscarnominierung beraubt wurde. Noch vor dem Aufkommen von "Big Brother" und der unzähligen Ableger, Nachahmer und Weiterentwicklungen, sagte Die Truman Show unglaublich treffend die Popularität von Reality TV vorher, die später dazu führte, dass ehemalige "Musiksender" wie MTV zeitweise unerträglich wurden.

Wir erinnern uns: in Die Truman Show spielte Jim Carrey einen absoluten Durchschnittsmann, der keinen Schimmer davon hat, dass er in einer künstlichen Welt lebt und jeder Augenblick seines Lebens im Fernsehen übertragen wird und ihn zum größten TV-Star der Welt macht. Neben Weirs Regie und Carrey schlicht grandioser Leistung, bestach der Film auch durch das bissige Drehbuch von Andrew Niccol, zu der Zeit als Niccol noch wirklich gut war (also lange vor In Time oder Seelen).

Bedenkt man den Plot des Films und seine nahezu unheimliche Fähigkeit, die Entwicklungen der Zukunft vorherzusagen, entbehrt diese Meldung nicht einer gewissen Ironie – Paramounts neue TV-Abteilung entwickelt eine Serie basierend auf dem erfolgreichen Film von 1998. Ich schätze, dass Niccol, Weir und Carrey nicht darin involviert sein werden. Also eine TV-Serie über eine Reality-Serie? Dass nenne ich Meta-Ebenen! Ich schätze allein aufgrund dieser einzigartigen Konstellation hat die Serie Potenzial, doch ohne wirklich gute Autoren kann sie auch so richtig in die Hose gehen. Wir bleiben an den weiteren Entwicklungen dran. Doch vorerst kann ich mir erst einmal wieder Die Truman Show anschauen.

Und falls wir uns nicht mehr sprechen, guten Tag, guten Abend und gute Nacht!