Steve Jobs Biopic

Leonardo DiCaprio und Danny Boyle am Set von The Beach (2000) © 20th Century Fox

Quelle: The Hollywood Reporter

Vor 14 Jahren haben Danny Boyle und Leonardo DiCaprio mit The Beach nicht gerade viele Fans für sich gewonnen (genau genommen, ist es, in meinen Augen, mit Abstand der schlechteste Film, an dem einer der beiden je gearbeitet hat). Doch in den 14 Jahren danach ist viel passiert und beide sind hoch gekommen auf dem Hollywood-Olymp. Danny Boyle wurde zu einem der angesehensten Regisseure im Filmgeschäft dank seinem Oscarsieg für Slumdog Millionär. DiCaprio hat zwar noch keinen Oscar gewonnen (das wird wohl bald ein Running Gag sein), doch dank seinen Filmen mit Martin Scorsese und Hits wie Django Unchained, Inception und Der große Gatsby wurde er zu einem der größten und umjubeltsten Stars Hollywoods. Jetzt sollen Boyle und DiCaprio wieder an einem Film zusammenarbeiten und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass dieses neue Projekt die schlechte Erinnerung an The Beach schnell verblassen lassen wird.

Nach dem Ausstieg von David Fincher (angeblich aus Kostengründen) bei Aaron Sorkins Biopic des Apple-Visionär Steve Jobs (nach der Biografie von Walter Isaacson), soll jetzt Danny Boyle das Schiff richten, mit DiCaprio in der Hauptrolle als Jobs. Zugegeben, ich sehe nicht die geringste Ähnlichkeit zwischen DiCaprio und Jobs, aber es ist ja auch erstaunlich, was man heutzutage mit Makeup und Effekten hinbekommen kann. Für DiCaprio ist es zweifelsohne ein weiterer Versuch, die Academy für sich zu überzeugen und endlich den lange überfälligen Oscar abzustauben. Für Boyle wäre das sicherlich sein größter Hit sein Slumdog Millionär. Er hat zwar danach von der Kritik ebenfalls gut aufgenommene 127 Hours und Trance gemacht, doch finanziell schlug keiner der beiden große Wellen. Ein gutes und für Oscars prädestiniertes Biopic von Jobs, in dem nicht gerade Ashton Kutcher die Hauptrolle spielt (*hüstel*), würde mit Sicherheit an den Kinokassen gut abschneiden. Vor allem dürfen wir uns aber auf einen guten Film freuen, denn was kann schon bei einer Kombination von Sorkin, Boyle und DiCaprio schief gehen?