Debbie Reynolds ist tot

Debbie Reynolds in Singin' in the Rain (1952) © MGM

Quelle: Variety

Dieses Jahr bleibt bis zum Schluss gnadenlos. Nur einen Tag nach dem tragischen Tod ihrer Tochter Carrie Fisher ist nun auch ihre Mutter, Schauspielerin Debbie Reynolds, von uns gegangen. Im Laufe des Tages wurde sie aufgrund von Atmungsschwierigkeiten in ein Krankenhaus in Los Angeles mit Verdacht auf einen Schlaganfall eingeliefert und starb kurze Zeit später. Sie wurde 84 Jahre alt. "Sie wollte mit Carrie sein," sagte ihr Sohn Todd Fisher, der jetzt mit einer zweifachen Familientragödie zu kämpfen hat, gegenüber dem Branchenblatt Variety.

Natürlich werden sich die meisten Berichte über Reynolds' Tod um die Verbindung mit Carrie Fisher denken, doch dabei darf man nicht vergessen, dass auch Reynolds ihre Spuren in der Filmgeschichte hinterlassen hat. Die größte gleich mit ihrer ersten Hauptrolle im MGM-Musical Singin' in the Rain (oder hierzulande: Du sollst mein Glücksstern sein). Darin spielte die 19-Jährige an der Seite des alten Hasen Gene Kelly und lieferte eine bezaubernde Performance ab, die auch dazu beigetragen hat, dass Singin' in the Rain bis heute als Maßstab für Musicals gilt. Für das Musical Goldgräber-Molly (OT: The Unsinkable Molly Brown) erhielt sie 12 Jahre später ihre erste (und einzige Oscarnominierung). In den Siebzigern flaute ihre Karriere etwas ab und in den Achtzigern war sie kaum noch in Filmen oder Serien zu sehen. In den Neunzigern wurde sie wieder aktiver und trat u. a. in Serien wie "Golden Girls", "Roseanne" und "Will & Grace" auf. Ihre letzte Rolle war in Steven Soderberghs HBO-Film Liberace, als Mutter des titelgebenden Entertainers, der von Michael Douglas gespielt wurde. Erst dieses Jahr feierte im Rahmen der Filmfestspiele von Cannes die Doku Bright Lights: Starring Carrie Fisher and Debbie Reynolds über das Mutter-Tochter-Duo, dessen Beziehung nicht immer unproblematisch war, Premiere. Die Doku soll 2017 von HBO ausgestrahlt werden und wird angesichts der traurigen Umstände mit Sicherheit viel Aufmerksamkeit bekommen.

In diesem Sinne: fick dich 2016!

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