Death Race 2050

Quelle: Universal Pictures Home Entertainment

Beim Titel Death Race denken vermutlich die meisten Filmfans von heute an den Jason-Statham-Actioner von 2008 oder dessen zwei Direct-to-DVD-Prequels mit Luke Goss. Doch der Ursprung der Geschichte über das brutale Autorennen liegt im hierzulande als Frankensteins Todesrennen bekannten Film von 1975, der im Original Death Race 2000 hieß und zu den bekanntesten Werken aus der Produktionsschmiede des B-Movie-Papsts Roger Corman stammte.

Corman, der dieses Jahr stolze 90 Jahre alt wird, hat im Laufe seiner Karriere über 50 Filme selbst inszeniert, fast 400 produziert und den Karrieren von James Cameron, Ron Howard, Martin Scorsese und Francis Ford Coppola sowie vielen anderen als Sprungbrett gedient. Ans Aufhören ist für Corman nicht zu denken und zuletzt produzierte er für den US-Sender SyFy Tierhorror-Perlen wie Piranhaconda, Sharktopus und Supergator. Als Produzent wirkte er auch beim Death-Race-Remake und dessen Prequels mit, wobei seine Beteiligung bei der Nennung seines Namens im Abspann begann und endete. Jetzt setzt er Death Race 2000 wieder neu auf und ist diesmal offenbar etwas unmittelbarer am Film beteiligt. Unter dem Titel Death Race 2050 begannen diesen Monat in Peru die Dreharbeiten zu einem, weiteren Reboot, in dem der muskelbepackte "Spartactus"– und "Arrow"-Star Manu Bennett die Rolle des unschlagbaren Fahrers Frankenstein übernimmt. An seiner Seite wird Schauspielveteran Malcolm McDowell (Uhrwerk Orange) zu sehen sein. Wie der Originalfilm von Corman, in dem David Carradine die Hauptrolle und Sylvester Stallone seinen Widersacher spielte, wird Death Race 2050 von Gladiatoren in aufgemotzten Autos handeln, die sich in einer nicht weit entfernten, dystopischen Zukunft zur Bespaßung der Massen an einem Rennen beteiligen, bei dem die Fahrer Punkte sammeln, indem sie sich gegenseitig töten oder aber auch unbeteiligte Passanten überfahren.

Corman erklärte in einer Pressemitteilung, weshalb er von der Idee eines weiteren Death-Race-Films begeistert ist (aus dem Englischen):

Das ist eine großartige Gelegenheit für mich und Millionen Fans von Death Race 2000, die Intensität, Spannung und schwarzen Humor des Originalfilms zu erleben, angetrieben von einer fantastischen jungen Besetzung, spektakulären Autos und atemloser Action. Roger Corman’s Death Race 2050 drückt das Gaspedal durch und bringt das langlebige Franchise auf ein ganz neues Level.

Es ist vermutlich kein Zufall, dass der Film so kurz nach dem großen Erfolg des zehnfach oscarnominierten Mad Max: Fury Road, der von vielen als eine Nonstop-Verfolgungsjagd beschrieben wurde und mit seinen echten Stunts und spektakulärer Auto-Action den Zuschauern den Atem raubte, angekündigt wurde. Aber es wäre natürlich nicht das erste Mal, dass Corman sich mit einer kostengünstigen Produktion an den Erfolg eines großen Blockbusters hängt (man denke nur an Carnosaurus, der im gleichen Jahr wie Jurassic Park veröffentlicht wurde).

Erwartungsgemäß wird Death Race 2050 direkt fürs Heimkino produziert und soll noch dieses Jahr erscheinen. Regie führt G.J. Echternkamp, basierend auf einem Drehbuch von Matt Yamashita, der sich auch für das cineastische Juwel Sharktopus vs. Pteracuda verantwortlich zeichnete. Unter Liebhabern anspruchsloser, leicht trashiger Action wird Death Race 2050 bestimmt auf Interesse stoßen und wer weiß, vielleicht macht Cormans Touch den Film auch kurzweiliger als das letzte Remake und dessen Nachfolger.