Quelle: NBC

Lange hat es gedauert bis die Popularität der Piraten im Kino (natürlich dank Johnny Depps Captain Jack Sparrow) auf das Fernsehen übergriff, doch jetzt starten innerhalb von kürzester Zeit gleich zwei Piratenserien, die sich auch noch zum Verwechseln ähnlich aussehen. Bereits angelaufen ist auf FX die von Michael Bay produzierte Serie "Black Sails", die eine Vorgeschichte zu Robert Louis Stevensons "Die Schatzinsel" erzählt. Ende Mai läuft dann auf NBC die Serie "Crossbones" an, in der es um den berüchtigten Piraten Edward "Blackbeard" Teach gehen wird und seine Herrschaft über das Plündererparades, das er auf der Bahamas-Insel New Providence aufgebaut hat. Als eine abtrünnige Gesellschaft aus Dieben, Outlaws und flüchtigen Matrosen stellt diese neue "Republik" eine Gefahr für den internationalen Handel dar. Daher wird Tom Lowe (Richard Coyle), ein gut trainierter Killer, undercover in die Gesellschaft von Blackbeard eingeschleust, um seiner Zeit ein Ende zu setzen. Lowe verfällt jedoch dem Charisma und den politischen Idealen von Blackbeard und fühlt sich immer mehr von seiner dunklen Welt angezogen. Doch auch Blackbeard hat eine Schwäche – eine Frau, der er aufgrund seiner Leidenschaft für sie nichts verweigern kann.

Da die Serie im Gegensatz zu "Black Sails" nicht im US-Kabelfernsehen ausgestrahlt wird, wird man bei "Crossbones" auf nackte Tatsachen weitestgehend verzichten müssen. Entschädigt wird man als Zuschauer dafür mit John Malkovich in Topform, wie der neulich veröffentlichte Trailer verspricht, und viel Action. Dass sich der Sender in puncto Gewalt zurückhalten wird, muss ebenfalls nicht befürchtet werden – dazu reicht ein Blick auf NBCs Serie "Hannibal".

Ein weiteres Argument für die Serie – der Serienschöpfer ist Neil Cross, der auch für die geniale britische Cop-Serie "Luther" mit Idris Elba verantwortlich ist.

Mit historischer Genauigkeit gibt sich die Serie natürlich nicht ab. Weder hat dieser Blackbeard Haare oder einen schwarzen Bart, noch ist er 35 Jahre alt, wie er entsprechend der Zeit, zu der die Serie spielt (1715) sein sollte. Aber wenn die Unterhaltung stimmt und John Malkovich wirklich so gut ist, wie diese Vorschau verspricht, kann man das verschmerzen.