Channing Tatum Two Kisses for Maddy

Channing Tatum in Magic Mike (2012) © Warner Bros. Pictures

Quelle: The Tracking Board

Seit seinem Durchbruch mit dem Tanzfilm Step Up ist Channing Tatum ununterbrochen im Filmgeschäft aktiv gewesen, doch erst 2012 begann sein wirklich kometenhafter Aufstieg von einem Hollywood-Schönling zu einem Megastar. In Für immer Liebe verzauberte er gemeinsam mit Rachel McAdams Millionen weiblicher Zuschauer, in 21 Jump Street bewies er sein komödiantisches Talent und in Magic Mike stellte er sowohl seinen gestählten Körper, aber auch seine schauspielerischen Fähigkeiten und seine Stärken aus Drehbuchautor zur Schau – das alles in einem Jahr. Es folgten nicht nur Hits – White House Down floppte im Jahr darauf und Jupiter Ascending würde er vermutlich auch gerne schnell vergessen – doch mit 22 Jump Street gelang ihm ein weiterer Megahit und im oscarnominierten Foxcatcher hat er die bis dato beste Leistung seiner Karriere abgeliefert, sodass auch Regisseure wie Quentin Tarantino und die Coen-Brüder auf ihn aufmerksam wurden und ihn in deren nächsten Filmen besetzten!

Die meisten Fans dürfte Channing Tatum seit Das Leuchten der Stille und Für immer Liebe unter den weiblichen Kinogängern haben und in genau diese Kerbe schlägt auch einer seiner nächsten Filme. Tatum wird die Adaption der Memoiren "Two Kisses for Maddy: A Memoir of Loss & Love" von Matthew Logelin produzieren und höchstwahrscheinlich auch gleich die Hauptrolle übernehmen. Liest man die Inhaltsangabe, da weiß man schon, dass feuchte Augen im Kinosaal garantiert sind.

Das Buch, das ihren Ursprung in einem Online-Blog nahm, erzählt von Matthew und Liz Logelin, die bereits seit der High School ein Paar waren und nach einigen Jahren Fernbeziehung heirateten und sich in Los Angeles niederließen. Eine perfekte Ehe und eine Schwangerschaft folgten. Doch nur 27 Stunden nach der Geburt der kleinen Madeleine starb Liz unerwartet an einer Lungenembolie, noch bevor sie ihre Tochter überhaupt halten durfte. Von der Trauer und der neuen Verantwortung als alleinerziehender Vater anfangs überwältigt, beschloss Matthew Logelin nicht aufzugeben, nach vorne zu blicken und die Erinnerung an seine Ehe zu ehren. Mit "Two Kisses for Maddy" wollte er ihrer Beziehung einerseits ein Denkmal setzen und seiner Tochter eine Möglichkeit bieten, ihre Mutter später dadurch kennenzulernen.

Wer diese Inhaltsangabe gelesen hat und nicht zumindest einen kleinen Anflug von Traurigkeit verspürt hat, sollte sein Herz vermutlich aus der Tiefkühltruhe holen. Wer allerdings glaubt, das könnte auch der Plot eines x-beliebigen Nicholas-Sparks-Romans sein, hat ebenfalls mein Verständnis. Dana Stevens, die Autorin der Sparks-Verfilmung Safe Haven, wird auch zu dieser Verfilmung  das Drehbuch beisteuern. Eine tief gehende Auseinandersetzung mit Themen wie Trauer und Vaterschaft würde ich also nicht erwarten, sondern wahrscheinlich leicht schmalzige und gelegentlich manipulative Kost, was für viele angesichts der vergossenen Tränen aber vermutlich nicht schwer ins Gewicht fallen wird.

Vorher dürfen sich die Tatum-Fans diesen Sommer aber wieder auf seinen Sixpack in Magic Mike XXL freuen und Comic-Fans werden ihn Ende 2016 auch als Superheld Gambit im Solo-Spin-off der X-Men-Reihe erleben.