Quelle: CBS

Wenn sich heutzutage die Konversation um die besten Serien der letzten dreht, dann nennen die meisten "True Detective", "Game of Thrones", "Breaking Bad" oder "Mad Men", während der eine oder andere auch "Homeland", "The Walking Dead" oder "Boardwalk Empire" erwähnt. So gut wie nie werden im Zusammenhang mit diesem Thema "Navy CIS" oder "CSI" genannt – und doch gehören diese Serien seit über einem Jahrzehnt zu den quotenstärksten Serien im Fernsehen, und das nicht nur in den USA, sondern weltweit. Genau genommen wurden "CSI: Vegas" und früher auch "CSI: Miami" als die weltweit meistgeschauten Serien genannt. Seltsam, wie die Zuschauer dieser Serien zwar sehr zahlreich sind, aber andererseits auch stets unter dem Radar zu bleiben scheinen.

Die beiden Original-Serien waren auch so erfolgreich, dass der Sender CBS es sich nicht nehmen ließ, zu beiden ebenso erfolgreiche Spin-Offs in Auftrag zu geben. Okay, ganz so erfolgreich wie die Vegas-Serie, waren "CSI: Miami" und "CSI: New York" nicht, weshalb sie auch nach jeweils 10 bzw. 9 Staffeln vom Sender abgesetzt wurden, doch andererseits können viele andere Serien von so vielen Seasons nur träumen. Seit Februar 2013 ist "CSI: Vegas" wieder die einzige "CSI"-Serie im Programm, doch das wird nicht lange so bleiben. In der aktuellen "CSI"-Staffel wurde in einer Folge der Charakter Avery Ryan eingeführt, gespielt von Patricia Arquette. Sie leitet die Einheit zur Bekämpfung von Internetkriminalität in Quantico, Virginia. Die Einführung ihres Charakters diente als ein "Backdoor-Pilot" für die neue "CSI"-Serie, die jetzt offiziell von CBS grünes Licht erhielt. Im Herbst startet also "CSI: Cyber". Damit kehrt Patricia Arquette erstmals seit ihrer sieben Jahre andauernden Serie "Medium" wieder regulär ins Fernsehen zurück.

Auch "Navy CIS" erhält einen zweiten Ableger. Während "NCIS: Los Angeles" weiterhin erfolgreich läuft und im Herbst seine sechste Staffel antritt, wird die dritte "NCIS"-Serie in New Orleans spielen. Bereits letztes Jahr versuchte CBS einen weiteren "NCIS"-Ableger in die Gänge zu bringen, unter dem Titel "NCIS: Red" (die Serie hätte von mobilen Agenten gehandelt, die quer durch das Land reisen, um Verbrechen zu lsen), passte aber nach dem "Backdoor-Pilot". "NCIS: New Orleans" hatte mehr Glück. Die Hauptrollen in der neuen Serie werden Scott Bakula und Lucas Black spielen. Eine interessante Anekdote am Rande: "Navy CIS" selbst ist eigentlich auch ein Spin-Off, und zwar von "JAG – Im Auftrag der Ehre".

Fans von Krimiserien können sich aber auf noch mehr Stoff nach ihrem Geschmack von CBS freuen. Der Sender gab grünes Licht an die Detektiv-Serie "Battle Creek" von Vince Gilligan (wir haben berichtet) und an Kevin Williamsons (Scream) Serie "Stalker", die sich mit einer Polizeieinheit befasst, die sich Stalking-Fällen widmet.

Überraschenderweise bleibt as Schicksal des einst so sicher geltenden Spin-Offs "How I Met Your Dad" sehr unsicher. Zwar hat CBS noch nicht offiziell gepasst, doch unter den bekanntgegebenen neuen Serien ist der Ableger mit Greta Gerwig nicht dabei. Ob das etwas mit der schlechten Resonanz zu tun hat, die dem Finale von "How I Met Your Mother" wiederfuhr?