Quelle: TVByTheNumbers

Anmerkung: der vorliegende Artikel fasst die US-Einschaltquoten von Sonntag (14.02.) und Montag (15.02.) zusammen.

Die Fans der Krimiserie „Castle“, die sich um die Zukunft ihrer Lieblingssendung Sorgen machen, haben auch gute Gründe dafür. Während die beiden Darsteller der Serie mit der Zeit teuerer werden, gehen die Quoten mittlerweile rapide in den Keller. Die Zeiten, in denen die Serie in den USA locker 11-12 Millionen Zuschauer jede Woche vor die Bildschirme locken konnte, sind endgültig vorüber. Schon mehrfach stellte die Serie im Laufe der aktuellen 8. Staffel neue Minusrekorde auf. Daran konnte auch das Experiment nichts rütteln, zwei neue Folgen der Serie an zwei aufeinanderfolgenden Tagen auszustrahlen: die erste vergangenen Sonntag, am Valentinstag, und die zweite im regulären Slot am Montagabend. Statt des erhofften Erfolgs ging der Schuss nach hinten los. Am Sonntag fiel „Castle“ um deftige 27% gegenüber der letzten regulären Folge auf 4,2 Millionen Zuschauer und lediglich 800,000 in der Zielgruppe 18-49. Bereits die Quoten der vorherigen Folge stellten ein neues Tief für die Serie dar, das Folge 10 der 8. Staffel nun deutlich unterboten hat. Sicherlich haben einige Fans die außergewöhnliche Ausstrahlung nicht mitbekommen, doch es fällt schwer, solch schwache Zahlen irgendwie schönzureden, insbesondere da es am Montagabend nicht viel besser weiterging. In Konkurrenz zu der Grammy-Verleihung, die von knapp 25 Millionen Zuschauern gesehen wurde, stieg „Castle“ zwar um 23% gegenüber der Valentinstag-Folge auf 5,2 Millionen Zuschauer und in der Zielgruppe um 13% auf 900,000 Zuschauer, verglichen mit der letzten regulären Folge bedeutete das aber einen Verlust von 10% nach Gesamtzuschauern bzw. 18% in der Zielgruppe.

Dass trotz Valentinstag und Konkurrenz seitens „The Walking Dead“ und „Vinyl“ im Kabelfernsehen nicht alle Serien am Sonntag schlecht abgeschnitten haben, zeigte „The Good Wife“. Mit 8 Millionen Zuschauern insgesamt und einer Million in der werberelevanten Zielgruppe blieb die Anwaltsserie von CBS auf dem Niveau ihrer letzten Folge. Die neuste Episode von „Madame Secretary“ dominierte den Sonntagabend im Network-Fernsehen mit 10,1 Millionen Zuschauern, davon 1,2 Million in der relevanten Zielgruppe. Der letzte Wert lag 9% über der vorherigen Episode. „CSI: Cyber“ lag mit 6,3 Millionen Zuschauern 7% unter der letzten ausgestrahlten Episode und 10% darunter in der Zielgruppe (900,000 Zuschauer).

Die neuste Folge von „Bob’s Burgers“ war mit 2,1 Millionen Zuschauern, davon eine Million in der Zielgruppe 18-49, stabil, während „Die Simpsons“ (2,9 Millionen und 1,3 Millionen in der Zielgruppe), „Family Guy“ (2,6 Millionen Gesamtzuschauer und 1,2 Millionen in der Zielgruppe), „Cooper Barrett’s Guide to Surviving Life“ (1,7 Millionen, 800,000 in der Zielgruppe) und FOX‘ neue Animationsserie „Bordertown“ (1,7 Millionen und 700,000 in der Zielgruppe) gegenüber ihren letzten Episoden teilweise sehr deutlich nachgaben.

Die 5. Folge des „Akte X“-Revivals musste am Montag Federn lassen und fiel um 14% gegenüber der 4. Episode auf 7,1 Millionen Zuschauer. In der Zielgruppe betrug der Rückgang 16% auf 2,1 Millionen. Nichtsdestotrotz kann man die Quoten-Performance der Serie insgesamt als sehr gut zusammenfassen und einer weiteren Staffel sollte nichts im Wege stehen. „Lucifer“ hielt sich im Anschluss an „Akte X“ ein wenig besser, baute nur 6% ab und erreichte 5,1 Millionen Zuschauer, davon 1,6 Millionen in der werberelevanten Zielgruppe.

Bei NBC wurden „Superstore“ und „Telenovela“ von den Grammys hart getroffen. Während „Superstore“ immer noch auf solide 3,9 Millionen Zuschauer (-25%) und 1,2 Millionen in der Zielgruppe (-14%) kam, musste sich „Telenovela“ mit 2,3 Millionen (-30%) bzw. 700,000 Interessierten (-22%) begnügen.