Captain America 3 Scarlett Johansson

Quellen: Comicbookmovie, IGN

Wenn mir vor einem Jahr noch jemand gesagt hätte, dass der dritte Captain-America-Film einer meiner meisterwarteten Solo-Filme aus dem Marvel-Kinouniversum sein würde, hätte ich das mit einem skeptischen Lächeln abgetan. Schließlich war Captain America: The First Avenger zwar ein solider Film, jedoch in meinen Augen einer der schwächsten Streifen aus Marvels Phase Eins. Damals hätte ich mir aber auch noch nicht vorstellen könnten, dass dessen Fortsetzung Captain America: The Winter Soldier, hierzulande blöderweise The Return of the First Avenger betitelt, nicht nur den Vorgänger qualitativ deutlich übertreffen, sondern zu einem der besten Marvel-Filme überhaupt werden würde. Eine clevere Story mit mehr Tiefgang, als man es ihr zugetraut hätte und grandiose Actionsequenzen machten den Film zu einem der besten Blockbuster des vergangenen Jahres und ließen Iron Man 3 und Thor – The Dark Kingdom alt aussehen.

Als wäre das noch nicht genug, verdichten sich immer mehr die Anzeichen, dass Captain America: Civil War – so der offizielle Titel des dritten Films in Anspielung auf eine berühmt-berüchtigte Storyline aus den Comics – als eine Art The Avengers 2.5 fungieren wird. Eine der größten Meldungen aus dem Avengers-Universum lautete letztes Jahr nämlich, dass Robert Downey Jr. als Tony Stark alias Iron Man im dritten Film auftreten wird und das nicht lediglich in einem Cameo, sondern als eine ziemlich große Figur in der Geschichte. Wieder dabei ist außerdem Anthony Mackie als Falcon, Caps treuer Gefährte. Auch Jeremy Renner hat bereits zahlreiche Andeutungen gemacht, dass Hawkeye einen Auftritt in Captain America 3 haben könnte und es wurde bestätigt, dass Chadwick Boseman als Black Panther in dem Film eingeführt werden wird, bevor er 2017 in seinem eigenen Film die Hauptrolle spielen wird. Auch Sebastian Stan wird als Winter Soldier wieder dabei sein und diesmal vermutlich nicht mehr als Captain Americas Gegner. Wie kann man bei so vielen Helden auf einen Schlag nicht begeistert sein für den Film?!

Ein Star, der im zweiten Captain America eine wesentliche Rolle gespielt hat, fehlte allerdings bei der offiziellen Ankündigung des Films – Scarlett Johansson als toughe rothaarige Amazone Natasha Romanoff alias Black Widow. Schenkte ich ihrer Figur in Iron Man 2 noch eher wenig Beachtung, hat sie sich mit Marvel’s The Avengers und erst recht mit The Return of the First Avenger zu einem tragenden Bestandteil des Marvel Cinematic Universe (MCU) entwickelt, auf den ich nicht mehr verzichten mag. Außerdem kann es nie zu viel von Scarlett Johansson geben, oder?

Alle Fans von Black Widow können jetzt aufatmen, denn Anthony Russo, der beim Sequel gemeinsam mit seinem Bruder Joe wieder die Regie führen wird, hat bei einem Presse-Event in Peking Johansson für den dritten Film bestätigt: (aus dem Englischen)

Wir haben uns seit dem Start des letzten Films auf diese Fortsetzung vorbereitet. Also haben wir schon lange daran gearbeitet. Wir sind sehr zufrieden mit den Fortschritten, die der Film macht. Captain America 3 wird Captain America: Civil War heißen und Chris Evans spielt wieder die Hauptrolle. Scarlett Johansson kommt ebenfalls zurück, der Winter Soldier kommt zurück und Robert Downey Jr. ist als Iron Man im nächsten Film dabei.

Ich hoffe, dass Johanssons Rolle angesichts des sehr großen Casts nicht zu klein ausfällt, denn gerade ihre Figur, nicht ausgestattet mit Superkräften und dennoch verdammt tough, verleiht der Serie die nötige Bodenständigkeit (und Sex-Appeal).

Bei einem anderen Presse-Event haben sich die Drehbuchautoren Stephen McFeely und Christopher Markus zu dem Plot des Films geäußert und nahegelegt, dass Abänderungen von der den Fans bekannten "Civil War"-Storyline zu erwarten sind. Diese wurde 2006 und 2007 geschrieben, noch bevor Robert Downey Jr. und Chris Evans ihre Figuren zum Leben erweckt haben. Dies berücksichtigt der Film und wird deshalb eine eigene Version der Geschichte darbieten. In den Comics ist der Katalysator ein schiefgegangener Einsatz eines Superhelden-Teams, nach dem die US-Regierung die Registrierung von allen Superhelden mit ihrer wahren Identität fordert. Dies spaltet die Superhelden-Community in zwei Lager, die sich bekriegen. Die Ausgangslage soll in Captain America: Civil War jedoch eine andere sein.

McFeely und Markus, die auch für die Marvel-Miniserie "Marvel’s Agent Carter" verantwortlich sind, wurden außerdem darauf angesprochen, ob Hayley Atwell als Peggy Carter wieder dabei sein würde. Atwell wird demnächst sowohl in Avengers: Age of Ultron als auch in Ant-Man zu sehen sein und entwickelt sich nach und nach ebenfalls zu seinem wichtigen Bestandteil des MCU. Der Frage wichen die Autoren mit einer eher vagen Antwort aus, dass es Überlegungen in alle Richtungen gebe, dass aber darüber bereits Konversationen geführt wurden. Ich habe die Vermutung, dass zumindest ein Cameo drin ist.

Was noch aussteht, ist die Antwort auf die Frage, ob Samuel L. Jackson als Nick Fury, die größte Konstante in Marvels-Kinouniversum, wieder mit von der Partie sein wird.

Captain America: Civil War wird voraussichtlich am 5.05.2016 in den deutschen Kinos – natürlich wieder in 3D.