Bright Teaser

Quelle: Netflix

Viele Serienfans haben heutzutage immer mehr das Gefühl, nicht mehr hinterherzukommen, was interessante neue Produktionen angeht, und einen Teil der "Schuld" an diesem Luxusproblem trägt der Video-On-Demand-Anbieter Netflix, der gefühlt alle 2-3 Wochen eine neue eigenproduzierte Serie an den Start bringt. Allein dieses Jahr plant Netflix, $6 Milliarden (!) in Eigenproduktionen zu investieren. Neben zahlreichen Serien befinden sich darunter auch vermehrt Filme. Im Oktober 2015 veröffentlichte Netflix mit Beasts of No Nation seinen ersten eigenen Film. Seitdem folgten mehr als 25 weitere. Meist handelte es sich dabei jedoch um eher kleinere Dramen, Komödien oder Genrefilme. Dieses Jahr fährt Netflix die großen Geschütze auf. Im Dezember soll der bislang teuerste eigenproduzierte Netflix-Film veröffentlicht werden. Für den Fantasy-Actionfilm Bright ließ Netflix $90 Mio springen und steigt damit offiziell ins Blockbuster-Geschäft ein.

Getreu dem Motto "Wenn schon, denn schon" holte Netflix für die Hauptrolle in Bright Will Smith, einen der erfolgreichsten Schauspieler der Welt. In dem Film, der in einer alternativen Realität spielt und Fantasyelemente mit denen eines klassischen Copthrillers verbindet, spielt Smith einen Detective der Polizei von Los Angeles, der mit seinem Partner Nick Jakoby (Joel Edgerton), dem ersten Ork (ja, Ork), der zum Polizisten wurde, einem mächtigen Zauberstab hinterherjagt, bevor dieser in die Hände von bösen Mächten gerät. In weiteren Rollen werden Noomi Rapace, Lucy Fry und Édgar Ramírez zu sehen sein. Letzterer spielt einen Elf, der für die magische Abteilung des FBI arbeitet. David Ayer, der schon bei Suicide Squad mit Will Smith zusammenarbeitete, führte Regie. Mit ihrem letzten Film haben sie sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert, doch er wurde dennoch zu einem weltweiten Riesenerfolg und in Nordamerika sogar zum größten Hit von Smiths langer Karriere.

Bright wurde erst Anfang dieses Monats abgedreht und wird erst in etwa zehn Monaten veröffentlicht werden, doch Netflix nutzte bereits die Oscarverleihung als Anlass, um den ersten (relativ wenig sagenden) Teaser zum Film zu veröffentlichen, den Ihr unten sehen könnt:

Wenn Bright Erfolg hat (wie auch immer Netflix diesen bemisst), könnte es den Anfang einer neuen Ära bedeuten, in der auch Big-Budget-Filme vom Kaliber eines Warcraft– oder Star-Trek-Fims von VOD-Diensten produziert werden. Ich für meinen Teil hoffe nur, dass Bright erheblich besser wird als der letzte Film von Ayers und Smith.