Quellen: Working Title, Universal Pictures

Auch wenn ich mich in der Regel gegen solche Prädikate wehre, gab es in den letzten 15 Jahre kaum Filme, die mehr mit der Kategorie „Frauenfilm“ assoziiert wurden als die beiden Bridget-Jones-Abenteuer, in denen Renee Zellweger, gebürtige Texanerin, in der Rolle der Fettnäpfchen-anfälligen, nach Liebesglück suchenden und mit Gewichtsproblemen kämpfen Londonerin Bridget Jones schlüpfte und das auch sehr überzeugend. So überzeugend sogar, dass sie für den ersten Film ihr erste Oscarnominierung erhielt und vermutlich bis zum Ende ihrer Karriere untrennbar mit dem Charakter in Verbindung gebracht werden wird. Diese Verbindung wird sie demnächst wieder bekräftigen, denn nach 12 Jahren kehrt Zellweger 2016 als Bridget Jones zurück. Die Fans haben eigentlich schon lange die Hoffnung auf ein filmisches Wiedersehen mit ihr aufgegeben. Seit vielen Jahren wurde an dem Sequel ergebnislos gearbeitet, das diesmal nicht auf dem Roman von Helen Fielding basieren, sondern eine eigene Geschichte erzählen wird. Unter anderem war auch Brautalarm-Macher Paul Feig im Gespräch für die Regie und man sprach auch zwischenzeitlich von einem Reboot mit einer neuen Hauptdarstellerin.

Doch letztlich wird alles beim Alten bleiben. Nicht nur kehrt Zellweger als Bridget Jones zurück, sondern auch die Regisseurin des ersten Films, Sharon Maguire. Im Schlepptau haben sie Colin Firth als Mark Darcy, mit dem Bridget am Ende des zweiten Films ihr Glück offenbar endgültig gefunden hat, und Jim Broadbent als Bridgets liebevoller Vater. Okay, es ist nur fast alles beim Alten, denn Hugh Grant entschied sich gegen eine Rückkehr als Firths Konkurrent Daniel Cleaver. An seine Stelle tritt diesmal „Grey’s Anatomy“-Star Patrick Dempsey in einer bislang nicht näher bekannten Rolle. Man kann davon ausgehen, dass man Dempsey nicht besetzt, ohne dass ein Flirt zwischen ihm und Bridget vorgesehen ist. Es ist übrigens das dritte Mal, dass Dempsey zu einem Franchise mit dem dritten Film dazustößt. Die anderen beiden waren Scream 3 und Transformers 3. Hoffen wir mal, dass es beim dritten Mal besser klappt…

Der genaue Plot von Bridget Jones’s Baby ist nicht bekannt, doch der Titel sagt eigentlich schon alles. Bridget wird Mutter und wird sich sicherlich sehr viele Sorgen um die überschüssigen Pfunde machen, die mit der Schwangerschaft einhergehen. Das Drehbuch zum dritten Film schrieb Maguire gemeinsam mit David Nicholls (Zwei an einem Tag) und einen letzten Schliff bekam es von der Oscarpreisträgerin Emma Thompson (Sinn und Sinnlichkeit) verpasst.

Seit dem letzten Monat laufen bereits die Dreharbeiten zum Sequel und Universal Pictures hat den US-Starttermin von Bridget Jones’s Baby für den 16.09.2016 festgelegt. Der hiesige Start ist noch nicht bekannt, dürfte aber auch im Herbst 2016 liegen. Die ersten beiden Filme lockten hierzulande zusammengerechnet mehr als 6,5 Millionen Zuschauer in die Kinos. Ich bin aber gespannt, ob Zellweger als Bridget Jones auch nach 12 Jahren immer noch so viel Zugkraft besitzt oder ob das Sequel etwas zu spät kommt.

Äußerlich ist das der 46-jährigen Zellweger jedenfalls nicht anzumerken. Die Produktionsfirma Working Title hat jetzt das erste Foto von Zellweger als Bridget veröffentlicht, auf dem sie ihr Tagebuch gegen ein iPad ausgetauscht hat, und es sieht aus, als wäre der zweite Film erst gestern gewesen:

Bridget Jones Baby Start Foto

Freut Ihr Euch auf Bridget Jones’s Baby?