Quelle: CBS

Als ich 10 Cloverfield Lane dieses Jahr im Kino gesehen habe, wurde mir wieder einmal  klar, wie gerne ich Mary Elizabeth Winstead auf der Leinwand sehe. Es ist nicht so, als wäre sie in den letzten Jahren inaktiv gewesen. Im Gegenteil, sie spielte in einer ganzen Reihe von Indie-Filmen und zwei Serien („The Returned“ und „Mercy Street“) mit, doch der letzte etwas größere Film mit ihr, der auch von einem Massenpublikum gesehen wurde, war Abraham Lincoln: Vampirjäger und das ist schon vier Jahre her. Winstead begann ihre Karriere vielleicht als hübsches Gesicht in Horrorfilmen wie Final Destination 3 und Black Christmas, doch spätestens ihr Auftritt als Ramona Flowers in Edgar Wrights Kultfilm Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt bescherte ihr eine Fangemeinde. Als junge Alkoholikerin in Smashed zeigte sie dann, dass sie schauspielerisch nicht zu unterschätzen ist. Diesen Eindruck bestätigte sie später im Psychodrama Faults und dieses Jahr auch in 10 Cloverfield Lane, in dem sie sich als Hauptdarstellerin neben dem großartigen John Goodman behauptete. Ich hoffe, dass der Erfolg des Films und das Lob, das Winstead für ihre toughe Performance erntete, wieder zu mehr größeren Projekten führen werden.

Vorerst ist die Schauspielerin im Seriengeschäft gut beschäftigt. Neben der zweiten Staffel der historischen Serie „Mercy Street“, wird sie diesem Sommer auch in der sehr kurios klingenden Horror-Politsatire „BrainDead“ (leider keinerlei Verbindung zu Peter Jacksons Splatter-Klassiker) in der Hauptrolle zu sehen sein. In der Serie von den „The Good Wife“-Schöpfern Robert und Michelle King spielt sie Laurel, die Tochter einer politischen Dynastie von US-Demokraten, die Washington und die Welt der Politik hinter sich gelassen hat, um eine Dokumentar-Filmemacherin zu werden. Doch das Schicksal führt sie zurück ins Familiengeschäft und sie steigt als Stabs-Mitarbeiterin im US-Kongress ein. Dort freundet sie sich mit Gareth (Aaron Tveit aus „Graceland“) an, dem intelligenten und fleißigen Mitarbeiter des republikanischen Abgeordneten Senator Red Wheatus. Wheatus wird vom „Monk“-Star Tony Shalhoub gespielt.

So weit so gut, doch jetzt kommt der Clue: Laurel stellt fest, dass die Regierung aufgehört hat zu arbeiten und dass winzige außerirdische Käfer die Erde angegriffen und die Gehirne von einer wachsenden Anzahl von Politikern befallen haben. Gemeinsam mit Gareth, Gustav, einem exzentrischen Genie, der als erster die Existenz der außerirdischen Bedrohung entdeckt, und Rochelle, einer Medizin-Studentin, versucht Laurel die Einwohner von Washington vor einem finsteren Schicksal zu bewahren. Die Käfer vermehren sich rasend schnell und Laurel und ihre Freunde müssen schnell zusammenarbeiten, um die Kreaturen zu identifizieren und letztendlich die Welt zu retten.

Liest sich der erste Teil der Inhaltsangabe noch nach einer Standard-Politserie, wird es ab der Erwähnung der Alien-Parasiten richtig schräg und mein Interesse an der Serie schießt gleich in die Höhe. Dass die bezaubernde Mary Elizabeth Winstead die Hauptrolle spielt, ist ein großer Bonus. Erfahrungen mit der Bekämpfung von Aliens hat sie ja dank The Thing und 10 Cloverfield Lane reichlich, wobei es hier sicherlich etwas weniger rabiat zur Sache gehen wird. Die Serie hat sowohl das Potenzial für eine tolle Politsatire als auch für eine unterhaltsame Horrorkomödie.

Die erste 13-teilige Staffel von „BrainDead“ startet bei CBS am 13. Juni und der Sender hat bereits die ersten kurzen Trailer veröffentlicht, die sich hinsichtlich des Alien-Käfer-Plots etwas zurückhalten, aber dennoch klar machen – irgendwas stimmt nicht mit diesen Politikern, und zwar ganz gewaltig.

BrainDead Teaser Poster BrainDead Teaser Poster 2