Quelle: Icon Films

Heute vor genau zwei Jahren haben wir erstmals von Blood Father berichtet, einem Actionthriller des französischen Regisseurs Jean-François Richet (Public Enemy No. 1), in dem Mel Gibson auf den Spuren von Liam Neeson wandelt und seine entfremdete Tochter vor brutalen Drogenhändlern beschützen muss, nur dass Gibsons Charakter in diesem Fall kein ehemaliger CIA-Agent, sondern ein alkoholsüchtiger Ex-Knacki auf Bewährung ist.

Der Film wurde 2014 abgedreht und noch im selben Jahr erwarb der Splendid Filmverleih die deutschen Vertriebsrechte. Seitdem ist es aber um den Film totenstill geworden, sodass ich bereits komplett vergessen habe, dass er überhaupt existiert – bis jetzt! Der allererste Trailer zu Blood Father ist jetzt aufgetaucht und zeigt Gibson so, wie seine Fans ihn am liebsten sehen, als saucoolen Badass, mit dem man sich lieber nicht angelegen sollte. Auf einem Bike und mit einem zerzausten, bärtigen Look könnte Gibsons Charakter glatt „Sons of Anarchy“ entstammen. Der Plot des Films erinnert zwar durchaus an die 96-Hours-Filme mit Neeson, doch der Trailer versprüht dank Gibson auf jeden Fall auch einen Mad-Max-Vibe. Ich bin von der Vorschau begeistert und hoffe, dass der Film genau so viel Spaß macht wie Gibsons letzte, leider von nur wenigen gesehen Hauptrolle in Get the Gringo vor vier Jahren.

In dem Film spielt Erin Moriarty, die kürzlich als unglückselige Hope Shlottman in „Marvel’s Jessica Jones“ zu sehen war, Gibsons Filmtochter. Diego Luna und William H. Macy sind in weiteren Rollen zu sehen. Peter Craig (The Town) schrieb das Drehbuch zum Film.

Wann Blood Father bei uns oder in den USA erscheinen wird, steht noch nicht fest, doch in Großbritannien soll er angeblich im August an den Start gehen, mehr als zwei Jahre nachdem die letzte Klappe gefallen ist. Ich vermute, dass die Verzögerung leider auch damit zu tun hat, dass Gibsons Filme nach dem Skandalen und Kontroversen um seine Person es weiterhin schwierig haben. Seine letzten beiden Rollen als Bösewicht in Machete Kills und The Expendables 3, hatten zwar ihre Momente, sind aber insgesamt doch hinter den Erwartungen zurückgeblieben und brachten dem Schauspieler nicht gerade den erhofften finanziellen Erfolg. Noch vor 15 Jahren war Gibson einer der größten Kassenmagnete Hollywoods. Diesen Status wird er nie wieder erreichen, aber vielleicht kann er mit einigen richtigen Rollen auf kleinerer Ebene Erfolge feiern. Der Part in Blood Father wirkt wie maßgeschneidert für ihn.