Quelle: NBC

Mit der Rolle von Jessi in der Science-Fiction-Serie „Kyle XY“ feierte die hinreißende Jaimie Alexander ihren ersten großen Erfolg im Fernsehen, als Krieger-Lady Sif erlangte sie an der Seite von Chris Hemsworths Thor in der gleichnamigen Marvel-Verfilmung auch unter Kinogängern größere Bekanntheit. Diese führte letztlich dazu, dass ihr vorletztes Jahr die Hauptrolle in einer eigenen TV-Serie übertragen wurde, für die sie vermutlich die meisten Film- und Serienfans heutzutage kennen. Die Rede ist von der Thrillerserie „Blindspot“, in der Alexander im Prinzip einen weiblichen Jason Bourne spielt. Die Ähnlichkeiten zwischen dem grundlegenden Plot der NBC-Serie und der Handlung der Actionreihe mit Matt Damon sind kaum von der Hand zu weisen. „Blindspot“ beginnt damit, dass mitten am Times Square in New York eine nackte junge Frau, gespielt von Alexander, in einer großen Sporttasche gefunden wird, deren ganzer Körper von geheimnisvollen Tätowierungen bedeckt ist. Eine dieser Tätowierungen führt sie zum FBI-Agenten Kurt Weller (Sullivan Stapleton). Die als Jane Doe vom FBI genannte Frau hat keinerlei Erinnerungen an ihr vorheriges Leben, doch es stellt sich schnell heraus, dass ihre Tattoos Hinweise auf Verbrechen enthalten, die noch nicht stattgefunden haben. Außerdem entdeckt Jane eine Reihe von besonderen Fähigkeiten bei sich, die von diversen Kampskünsten bis zum Beherrschen mehrerer Fremdsprachen reichen, sodass sie dem FBI-Team bei den Einsätzen unter die Arme greifen kann, während sie nach ihrer Vergangenheit sucht.

„Blindspot“ war eine der erfolgreichsten neuen Serien, die in der TV-Saison 2015/2016 in den USA gestartet sind, und wurde recht schnell um eine zweite Staffel verlängert. Doch im zweiten Jahr haben die Einschaltquoten deutlich nachgelassen und fielen gegen Ende von Season 2 auf knapp über 4 Millionen Zuschauer pro Episode (runter von über 10 Millionen für den Seriensztart im September 2015). Dennoch hat NBC „Blindspot“ eine weitere Chance gegeben und bringt die Serie im Herbst mit der dritten Staffel zurück. Die Fans werden sich diesmal jedoch etwas länger bis zur Rückkehr von Kurt und Jane Bourne Doe gedulden müssen. Während die ersten beiden Staffeln bereits im September in den USA an den Start gingen, wird „Blindspot“ erst am 27. Oktober mit Staffel 3 loslegen. Die Verlegung des Sendeplatzes von Mittwoch auf Freitag spricht nicht unbedingt für die Zuversicht von NBC in die Zukunft der Serie. Die meisten Freitagsserien des Senders, mit der besonderen Ausnahme von „Grimm“, wurden nach kurzer Zeit abgesetzt.

Vorsicht: Spoiler zu Staffel 2 folgen!

Serienschöpfer Martin Gero verspricht für Staffel 3 ein softes Reboot, was sich schon im Finale der zweiten Staffel abgezeichnet hat, das plötzlich einen Zeitsprung von zwei Jahren hinlegte und Jane in einem Bergkloster bei Mönchen lebend zeigte, wo Kurt, mit dem sie in der Zwischenzeit scheinbar sogar verheiratet war, sie aufsucht und ihr eine mysteriöse Box bringt, deren Inhalt Janes Tätowierungen aufleuchten lässt. Mich erinnert dieser Zeitsprung ein wenig an das Ende der 2. „Alias – Die Agentin“-Staffel, doch hoffentlich schlägt sich die dritte „Blindspot“-Season besser als die dritte Staffel von „Alias“, die im Vergleich zu den vorherigen beiden gewaltig nachgelassen hat.