Quelle: Warner Bros. Pictures

36 Jahre sind eine ganz schön lange Zeit zwischen einem Film und dessen Sequel. So lange wird es für die Fans erster Stunde von Ridley Scotts Kultfilm Blade Runner insgesamt gedauert haben bis zum Wiedersehen mit Replikantenjäger/Replikant Rick Deckard auf der Leinwand. Alcon Entertainment, die Produktionsfirma hinter Blade Runner 2, hat das Sequel offiziell für den US-Start am 12.01.2018 festgesetzt. Harrison Ford wird erneut in die Rolle von Deckard schlüpfen und damit nach Han Solo wieder einen seiner legendären Charaktere aus alten Tagen wieder aufgreifen. Wie groß seine Rolle im Film sein wird ist noch nicht klar, doch Ridley Scott, Regisseur des Originalfilms und Produzent der Fortsetzung, erzählte in einem Interview, dass der Film von der Suche nach Deckard handeln soll und er vor allem im dritten Akt eine Rolle spielen wird. Die Hauptrolle geht diesmal an das kanadische Ausnahmetalent Ryan Gosling (Drive, The Place Beyond the Pines).

Doch es sind die Namen hinter der Kamera, die den Filmfan in mir in große Vorfreude versetzen. Denis Villeneuve, der brillante Regisseur hinter Prisoners, Enemy und Sicario, wird den Film inszenieren. Wie schon in seinen letzten Filmen wird der mittlerweile 13-fach oscarnominierte Kameramann Roger Deakins für die mit Sicherheit atemberaubenden Bilder des Films verantwortlich sein. Ridley Scotts Originalfilm setzte Maßstäbe in puncto Look eines dystopischen Zukunftsfilms. Es wird interessant sein, wie Villeneuve und Deakins dieses Universum erweitern werden.

Das Drehbuch zum Sequel stammt von Hampton Fancher, einem Co-Autor des ersten Films, und Michael Green. Diesen Juli werden die Dreharbeiten zum Sequel anlaufen.

Ein Release im Januar erscheint ehrlich gesagt eher ungewöhnlich für einen offensichtlichen Prestigefilm wie diesen. Januar wird in den USA der Regel als Plattform für expandierende Oscarfilme (die bereits im November oder Dezember klein starten), Kriegsfilme, Familienkomödien und billige Horrorfilme genutzt. Wenn ein Film also direkt für breiten Start im Januar (ohne Vorstart im Dezember) angesetzt wird, ist es häufig kein sehr gutes Zeichen für das Vertrauen des Studios in den Film. Doch es ist auch möglich, dass der Megaerfolg von American Sniper letztes Jahr dieses Paradigma verändert hat. Schließlich hat Sony auch den Starttermin der Verfilmung von Stephen Kings „Der dunkle Turm“ auf Januar 2017 gelegt. Außerdem ist Blade Runner 2 nach allen Maßstäben keine gewöhnliche Fortsetzung. Der erste Film floppte, als er 1982 in die Kinos kam. Die Zuschauer erwarteten einen neuen Star Wars und bekamen stattdessen eine düstere, tragische Zukunftsvision. Erst über die Jahre wuchs das Ansehen des Films unter Kritikern und Filmfans und allein auf Basis seines großen Kultstatus wird die Fortsetzung nach über drei Jahrzehnten produziert.

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