Black Panther Teaser

Quelle: Walt Disney Pictures

The First Avenger: Civil War hatte letztes Jahr nicht nur die bislang größte Ansammlung von Marrvel-Superhelden in einem Film, er führte auch zwei neue Charaktere ein, die, wenn alles glatt läuft, noch eine lange Zukunft im Marvel Cinematic Universe haben werden. Einer davon war natürlich Spider-Man, der in seinem kurzen Auftritt beim großen Kampf zwischen Teams Cap und Iron Man allen glatt die Show stahl und die Zweifel aus dem Weg räumte, die viele hinsichtlich eines dritten Spider-Man in nur 14 Jahren hatten. Nächsten Monat wird Tom Holland in Spider-Man: Homecoming die Gelegenheit bekommen, in Spielfilmlänge zu zeigen, was er als Peter Parker/Spidey drauf hat.

Der andere neue MCU-Held, der in Civil War ein ebenfalls eindrucksvolles Gastspiel absolvierte, war im Gegensatz zur Popkultur-Ikone Spider-Man dem Mainstream-Publikum nicht so bekannt, spielte jedoch in der US-amerikanischen Comic-Geschichte eine enorm wichtige Rolle. T’Challa alias Black Panther, erschaffen von Stan Lee und Jack Kirby, wurde 1966 zum ersten schwarzen Superhelden mit einer großen Rolle in Mainstream-Comics. Als mythischer Herrscher des fiktiven afrikanischen Landes Wakanda beugten sich die Figur und seine Geschichte damals zwar noch vielen Stereotypen, doch der Schritt alleine war wichtig und in den nächsten Jahren folgten bei Marvel und DC mit Falcon, Luke Cage, John Stewart (Green Lantern) und Black Lightning auch etliche afroamerikanische Superhelden. Im MCU kam Falcon Black Panther zuvor, doch Black Panther wird als erster schwarzer MCU-Held seinen eigenen Film bekommen. Dieser startet am 15.02.2018 in den deutschen Kinos und bringt Chadwick Boseman in der Titelrolle zurück. In der Rolle des jungen Regenten, der einen Verlust erleidet und plötzlich eine große Verantwortung auf seinen Schultern tragen muss, hat Boseman in Civil War mit einer Mischung aus stoischer Würde und gelegentlicher Hitzköpfigkeit überzeugt und viel Lust auf seinen Solo-Auftritt gemacht. Zu diesem hat Disney jetzt den ersten Teaser-Trailer veröffentlicht, der insbesondere in seiner zweiten Hälfte einen ganz eigenen Stil zeigt und sich anders anfühlt als die bisherigen MCU-Filme:

Deutscher Teaser

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Originalteaser

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Nachdem uns die erste Abspannszene einen kurzen Blick auf T’Challas Heimatland Wakanda gewährte, wird Black Panther zumindest zu einem großen Teil darin spielen. Ein weiterer Schauplatz wird die südkoreanische Metropole Busan sein, in der eine rasante Auto-Verfolgungsjagd gedreht wurde.

Auch ein Teaser-Poster zum Film wurde enthüllt und zeigt T’Challa auf dem Thron von Wakanda, den er nach dem Mord an seinem Vater in Civil War erbte:

Black Panther Teaser Poster

Black Panther  entstand dieses Jahr zwischen Januar und April unter der Regie von Ryan Coogler, der mit Nächster Halt: Fruitvale Station und dem Rocky-Spin-Off Creed bislang zwei sehr gute Filme abgeliefert hat. Auch wenn er bei Black Panther mit Sicherheit über das zigfache Budget seiner ersten beiden Filme verfügte, versammelte er hinter der Kamera das gleiche Team wie bei seinem Debütfilm: Ludwig Göransson als Filmkomponist, Rachel Morrison als Kamerafrau und die Cutter Claudia Castello und Michael P. Shawver. Auch Michael B. Jordan, der Hauptdarsteller von Cooglers ersten beiden Filmen, spielt in Black Panther mit, und zwar als einer der Antagonisten des Films, Erik Killmonger, ein im Exil lebender Wakandaner, der T’Challa stürzen möchte. Er ist jedoch nicht der einzige Bösewicht im Film. Nach seinem kurzen Auftritt in Avengers: Age of Ultron wird Andy Serkis als Schmuggler und Waffenhändler Ulyssus Klaue alias Klaw in Black Panther eine größere Rolle haben. Martin Freeman kehrt in seiner Rolle als Befragungsspezialist Everett K. Ross aus Civil War zurück. In weiteren Rollen werden Angela Bassett als T’Challas Mutter Ramonda, Oscargewinnerin Lupita Nyong’o als T’Challas Love Interest und Bodyguard Nakia, "The Walking Dead"-Star Danai Gurira als Okyoe, die Anführerin eines nur aus Frauen bestehenden Spezialkommandos von Wakanda, Get-Out-Darsteller Daniel Kaluuya als T’Challas Vertrauter W’Kabi und Forest Whitaker als Zuri, ein erfahrener Staatsmann von Wakanda, zu sehen sein. Alles in allem ist das vermutlich die größte schwarze Besetzung, die es in einem großen Blockbuster jemals gab und das ist ein weiterer Grund, weshalb dieser Film wichtig ist. Im Gegensatz zu weiblichen Superhelden, die vor Wonder Woman kein Glück an den Kinokassen hatten, gab es mit Blade natürlich bereits einen schwarzen Comic-Helden mit einer erfolgreichen Filmreihe, doch diese hatte weder Blockbusterstatus noch wurde sie vor der großen Welle von Comicverfilmungen wirklich als eine wahrgenommen, sondern fiel bei den meisten Kinogängern einfach in die Sparte Action-Horror. Wenn Black Pantther den gleichen Erfolg verbuchen kann wie die meisten MCU-Filme, wird der Film ein ähnlicher Game-Changer sein wie Wonder Woman. Mit Coogler als Regisseur gibt es jeden Grund, hinsichtlich der Qualität des Films zuversichtlich zu sein.

Es gibt jedoch auch einen weiteren Grund, weshalb Black Panther für das Marvel Cinematic Universe wichtig ist. Es ist der letzte MCU-Film vor Avengers: Infinity War und soll laut Kevin Feige viele von dessen Handlungselementen vorbereiten und einen guten Übergang schaffen.

Offizieller Inhalt:

"Nach den Ereignissen um "The First Avenger: Civil War" kehrt T’Challa als Black Panther und König in sein Heimatland Wakanda zurück. Als König dieser kraftvollen afrikanischen Nation voller Bodenschätze außerirdischen Ursprungs, wird seine Macht von einem bekannten Feind auf die Probe gestellt."

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