Quelle: Deadline

Es gibt Filmprojekte, über die zwar in regelmäßigen Abständen im Internet Gerüchte herumschwirren, die bei mir aber ganz fest zur Kategorie „Ich glaub’s erst, wenn ich’s sehe“ gehören. Eins davon ist Beverly Hills Cop 4. Produzent Jerry Bruckheimer hat bereits 2006 seine Absicht kundgetan, Eddie Murphy als Axel Foley in die Kinos zurückzubringen. Zehn Jahre und eine bereits in der Pilotphase gescheiterte Serienadaption später und wir haben – nada. Bereits 2008 wurde Brett Ratner, vermutlich aufgrund seiner Arbeit an der Rush-Hour-Trilogie, als Regisseur von Beverly Hills Cop 4 verpflichtet und blieb über die Jahre hinweg an dem Projekt dran. Dieses hatte wiederum aktive und ruhige Phasen. Im Dezember 2013 rückte das Projekt endlich in greifbare Nähe, als Paramount den Film offiziell angekündigt hat und das US-Startdatum für März 2016 ansetzte. Die Handlung sollte Murphys Quasselstrippe Axel in seine Heimatstadt Detroit während des kältesten Winters der Stadtgeschichte zurückbringen. Das Projekt kam sogar so weit, dass Michigan Fördergelder in Millionenhöhe für das Sequel bereitstellte…bis Paramount im Mai letzten Jahres plötzlich die Notbremse zog und den Film vom Startplan nahm, möglicherweise weil das Drehbuch nicht Eddie Murphys Erwartungen entsprach. Im Januar machte er ganz klar, dass er bei einem schlechten Skript nicht zurückkehren würde: (aus dem Englischen)

Sie versuchen immer noch, das Drehbuch hinzubekommen. Ich mache keinen Beverly Hills Cop, außer es liegt ein wirklich unglaubliches Drehbuch vor. Ich habe einige Entwürfe gelesen, die so aussahen, als könnten sie Kohle machen. Aber ich mache keinen beschissenen Film, nur um Kohle zu machen. Der Scheiß muss richtig gut sein.

Seit wann interessieren den Darsteller von Pluto Nash, Norbit und Mensch, Dave gute Drehbücher?

Brett Ratner, der fast acht Jahre lang zum Projekt gehalten hat, wurde das offenbar irgendwann zu viel und er warf das Handtuch. Doch Paramount möchte sich von den Rückschlägen nicht entmutigen und lässt das Projekt nicht stagnieren, sondern bringt nun frisches Blut in den Regiestuhl. Die belgischen Filmemacher Adil El Arbi und Bilall Fallah, die mit ihrem Film Black beim letzten Filmfestival von Toronto für Furore sorgten, sollen das Sequel jetzt inszenieren. Der raue Ghetto-Stil der Filmemacher, den Ihr auch im Trailer zu Black unten sehen könnt, passt jedenfalls zur der ursprünglichen Idee, Axel Foley in Beverly Hills Cop 4 nach Detroit zurückkehren zu lassen, als Kontrast zum sonnigen Beverly Hills.

Es ist sehr lobenswert, dass das Studio hier etwas riskiert, was natürlich nach hinten losgehen kann wie bei Josh Trank und Fantastic Four oder sich auch voll und ganz auszahlen kann wie bei Colin Trevorrow und Jurassic World. Doch so gerne ich Murphy wieder als Foley wiedersehen würde (er hat es bestimmt noch drauf), so skeptisch werde ich vorerst bleiben, bis die Kameras am Set laufen.