Quelle: Showbuzzdaily

Die Pilotfolge der Horror-Comedyserie „Ash vs. Evil Dead“ löste bei den Fans der Tanz-der-Teufel-Reihe und Genrefans im Generellen wahre Begeisterungsstürme aus, und das absolut zu Recht. Die Folge war all das, worauf Fans seit über 20 Jahren gewartet haben, und noch viel mehr. Doch bei der ersten Folge war es auch zu erwarten, da sie von Sam Raimi, dem Regisseur der Evil-Dead-Originaltrilogie inszeniert wurde. Der wahre Qualitätstest kam dann mit der zweiten Folge und auch ohne Raimis Beteiligung enttäuschte sie keineswegs und wurde von vielen sogar als eine Steigerung gegenüber dem tollen Auftakt empfunden. Eine großartige neue Genreserie scheint geboren zu sein.

Doch während es an der Qualitätsfront wenig zu bemängeln gibt, sieht es erfolgstechnisch leider ganz anders aus. Der spürbare Hype in den Kreisen von Horrorfans schlägt sich nicht in guten Einschaltquoten nieder, sogar gemessen nach den niedrigen Maßstäben des Heimatsenders Starz.

Bereits die Pilotfolge hat puncto Quoten niemanden om Hocker gehauen und lockte lediglich 437,000 Zuschauer an, zusätzlich zu den 233,000, die am Vorabend die Überraschungs-Preview der Folge sahen. Starz-Serien wie „Spartacus“, „Da Vinci’s Demons“, „Outlander“ und „Black Sails“ liefen zum Teil deutlich besser an. Es gab jedoch noch eine leise Hoffnung auf die Verbesserung der Quoten. Schließlich hatten viele am Halloween-Abend keine Zeit fürs Fernsehen und außerdem hoffte man, dass die Qualität sich bis zur zweiten Folge herumspricht.

Doch leider trat das Gegenteil ein. Die zweite Episode von „Ash vs. Evil Dead“ erreichte vergangenen Samstag lediglich 276,000 weitere Zuschauer, 37% weniger als die Staffelpremiere (sogar wenn man die Zahlen der Preview nicht mit einbezieht). Damit hatte die zweite Folge von „Ash vs. Evil Dead“ gerade einmal ein Drittel der Zuschauer von der zweiten Folge von „Black Sails“ und die Hälfte der Zuschauer der zweiten „Da Vinci’s Demons“-Episode. Sogar die am gleichen Abend ausgestrahlte neue Folge der dritten „Da Vinci’s Demons“-Staffel schnitt mit 233,000 Zuschauern unerheblich schlechter ab.

Vorerst müssen sich die Zuschauer keine Sorgen um die Zukunft der Serie machen. Dank leidenschaftlicher Unterstützung der Fans wurde „Ash vs. Evil Dead“ noch vor dem Start der ersten Staffel um eine zweite Staffel verlängert, die nächstes Jahr anlaufen wird. Doch auch Serien wie „Magic City“ und „Boss“ erhielten von Starz früh eine Verlängerung, jedoch war es schnell klar, dass es danach nicht weitergehen würde. Wenn die Quoten von „Ash vs. Evil Dead“ sich im Laufe der zweiten Staffel nicht deutlich bessern, sehe ich schwarz für die weitere Zukunft der Serie und die Pläne von Campbell und Rami, die auf fünf Seasons ausgelegt sind. Ich drücke ihnen und der Serie die Daumen. Sie ist nämlich ganz und gar groovy!