Quelle: Paramount Pictures

Es gibt bestimmte Schauspieler und Filmemacher, deren Namen alleine bereits ausreichen, um meine Neugier an einem Film zu wecken. Das gilt umso mehr bei Kombinationen mehrerer solcher Namen. Jeder Filmfan kennt das vermutlich. Gerade aus diesem Grund freue ich mich ganz besonders auf Arrival, den neuen Film des Kanadiers Denis Villeneuve, der mit Prisoners, Enemy und Sicario drei der interessantesten Filme der letzten Jahre ablieferte und sich damit abermals als zuverlässiger Garant für intelligente und filmtechnisch makellos inszenierte Streifen bewährte. Ich würde sogar so weit gehen, dass Villeneuve das Potenzial hat, das Kino künftig so zu prägen, wie es Christopher Nolan gelungen ist – vorausgesetzt er bekommt Projekte von entsprechender Größenordnung.

Doch auch vor der Kamera versammelte sich bei Arrival eine fantastische Besetzung. Amy Adams, für mich eine der aktuell besten Schauspielerinnen Hollywoods, spielt in dem Sci-Fi-Film die Linguistik-Spezialistin Louise Banks, die bei der Kontaktaufnahme mit gelandeten Außerirdischen helfen soll. Im Verlauf dieses Austauschs wird ihr Leben für immer verändert.

Neben Adams spielen in dem Film auch Jeremy Renner und Forest Whitaker mit, ebenfalls Schauspieler, die ich eigentlich in so gut wie jeder Rolle gerne sehe. Wer Villeneuves Arbeit kennt, kann erahnen, dass Arrival kein Alien-Invasionsblockbuster à la Roland Emmerich werden wird. Renner selbst verglich den Film mit den Werken von Stanley Kubrick und Steven Spielberg. Die Grundlage für den Film bildete Ted Chiangs Novelle „Story of Your Life“, die sich mit Fragen des Determinismus und der Bedeutsamkeit unserer Sprache beschäftigte.

Nächste Woche wird ein vollständiger Trailer zu Arrival veröffentlicht werden, doch es gibt jetzt schon einen Teaser-Trailer, der genug zeigt, um neugierig zu machen, aber eigentlich nichts verrät:

Komplexe, intelligente Science-Ficiton ist eine Rarität im Kino heutzutage. Christopher Nolans Interstellar ist eine Ausnahme, nicht die Regel. Und auch das ist ein Grund, mich auf Arrival zu freuen. Außerdem kann man den Film als Sci-Fi-Feuerprobe für Villeneuve sehen, bevor er mit Blade Runner 2 das Sequel zu einem der größten Kultfilme des Genres inszeniert.

Wenn der Film nah an Ted Chiangs Geschichte bleibt (worauf einige Kommentare der Darsteller hindeuten), dann wird die Rolle eine große emotionale Herausforderung für Amy Adams, und wenn die Academy dann über die Genre-Vorurteile hinwegsehen kann, gelingt ihr damit hoffentlich ihre sechste Oscarnominierung in zehn Jahren.
Arrival wird im Rahmen der Filmfestspiele von Venedig am 2. September seine Weltpremiere feiern und kommt voraussichtlich am 10. November in die deutschen Kinos.