Ant Man 2 Start

Quelle: Walt Disney Pictures

Ant Man 2 Start WaspDer winzige Superheld kommt zurück und bringt diesmal Verstärkung! Nachdem die Fans lange spekuliert haben, ob der neuste MCU-Eintrag Ant-Man eine direkte Fortsetzung erhalten würde (die Box-Office-Zahlen waren gut, aber nicht gerade auf dem Level von Guardians of the Galaxy oder der anderen neueren Marvel-Filme), bringen Walt Disney Pictures und Marvel heute frohe Kunde. Ant-Man and the Wasp – so der offizielle Titel von Ant-Man 2 – wird am 6.07.2018 in die US-Kinos kommen und schnappt sich damit den bisherigen Starttermin von Black Panther, der dafür vorgezogen wurde und bereits am 16.02.2018 erscheinen wird. Die deutschen Starttermine werden sicherlich auch sehr bald auf den neusten Stand gebracht. Wie schon bei den Sequels zu Thor, Captain America und The Avengers verzichtete Marvel hier offenbar auf einen rein numerischen Fortsetzungstitel und machte noch einmal klar, was sich in der ersten Abspannssequenz von Ant-Man abzeichnete (siehe Bild rechts): Evangeline Lillys Figur, Hope van Dyne, wird in die Fußstapfen ihrer Mutter treten und zur Superheldin The Wasp werden, die an der Seite von Paul Rudds Ant-Man in Miniaturgröße kämpfen wird. Da Evangeline Lilly für mich im ersten Film zu den stärksten Aspekten gehörte, freue ich mich schon darauf, sie als Wasp richtig im Einsatz zu sehen.

Marvels Ant-Man hatte einen steinigen Weg von den Comicseiten auf die Leinwand, doch zur Überraschung vieler war das Ergebnis dann doch viel gelungener als es vielleicht jedes Recht dazu hatte, wenn man die turbulenten Ereignisse hinter den Kulissen bedenkt. Regisseur Edgar Wright verließ überraschend das Projekt nach acht Jahren Entwicklung vergangenen Sommer, weil Marvel und er nicht auf den gleichen Nenner kommen konnten, was die kreative Ausrichtung des Films betraf. Wrights Vision war wohl anfangs sehr interessant, doch mit der fortgeschrittenen Entwicklung des Marvel Cinematic Universe einfach nicht mehr zum bestehenden Universum passend. Unter Zeitdruck folgte eine fieberhafte Suche nach Ersatz, bei der letztendlich Peyton Reed (Der Ja-Sager) engagiert wurde.

Obwohl einige Fans dann das Schlimmste befürchtet haben, zeigte Ant-Man, dass die gut geölte Marvel-Maschine sehr gut funktioniert und solche Hürden überstehen kann. Ant-Man kam bei den Kritikern und den Zuschauern gut an, wurde von vielen für sein für das MCU ungewöhnliche Ocean’s-Eleven-Muster gelobt (ausnahmsweise musste mal nicht die ganze Welt vor einem Schurken gerettet werden) und spielte weltweit bislang mehr als $400 Mio bei einem Budget von $130 Mio ein. Was aber wichtiger als das reine Einspiel ist, ist, dass die Mundpropaganda den Film getragen hat und er in den US-Kinos mehr Durchhaltevermögen zeigte als die ersten Thor– und Captain-America-Filme. Obwohl deutlich schwächer gestartet, hat Ant-Man Captain America – The First Avenger getoppt und wird das Gesamteinspiel des ebenfalls besser angelaufenen Thor nur knapp verfehlen. Für einen Superhelden, in dem viele Durchschnittskinogänger (sprich: nicht-Comicfans) im Vorfeld eine Witzfigur sahen (im Ernst, er heißt der "Ameisenmann"!), ist das mehr als beeindruckend und bedeutet, dass das Sequel noch zulegen wird.

Ob Peyton Reed auch bei Ant-Man and the Wasp Regie führen wird, ist noch nicht klar. Wovon man ausgehen kann, ist, dass sowohl Paul Rudd als Scott Lang als auch Evangeline Lilly als Hope van Dyne zurückkehren werden. Auch Michael Douglas als Hank Pym wird vermutlich wieder dabei sein, auch wenn er überraschenderweise noch keinen Vertrag über weitere Marvel-Filme unterschrieben hat.

Das nächste Wiedersehen mit Ant-Man gibt es aber bereits nächsten Mai im Kino. Paul Rudd gehört nämlich auch zur Hauptbesetzung von Captain America: Civil War und wird aller Wahrscheinlichkeit nach darin an der Seite von Captain America und damit gegen Iron Man und seine Truppe kämpfen.