Quelle: Atari

"In seinem Haus in R’lyeh wartet träumend der tote Cthulu" Der atmosphärische Klassiker aus dem Hause Infogrames, welches heute das französische Entwicklerstudio Atari SA ist, sollte ursprünglich als "Call of Cthulhu" ins Leben gerufen werden – nicht zu verwechseln mit "Call of Cthulu: Dark Corners of the Earth" von Headfirst Productions – doch da der Pen-&-Paper-Rollenspiel-Hersteller Chaosium Inc. vor Beendigung des Projekts absprang, musste man aus lizenzrechtlichen Gründen den Namen ändern. "Alone in the Dark" ist der Begründer des Survival-Horror-Genres, das erst durch Shinji Mikamis "Resident Evil" (hier der Trailer zu dem HD-Remake) an Popularität gewann und dem Vorreiter auch irgendwie die Show stahl. Nach vier folgenden Sequels meldet sich der Vater des Survival-Horrors zurück, um seinen rechtmäßigen Platz in der momentanen Renaissance der Gruselschocker einzunehmen. Mit der Koop-Neuauflage "Alone in the Dark: Illumination" möchten die Entwickler den Horror auf eine nächste Stufe bringen, doch der erste Trailer zum nächsten Ableger der Reihe scheint eher zu einem regen Ballerspaß zu verkommen, der in seiner momentanen Aufmachung sehr stark an "Left 4 Dead" des Entwicklerstudios Valve erinnert. Schaut euch den Pre-Order Trailer selbst an, um euch ein Bild davon zu machen.

Der erste Teil des Franchises basierte auf dem Cthulu-Mythos des weltweit einflussreichsten Schriftsteller H.P. Lovecraft und spielt im Jahre 1923. Als Privatdetektiv Edward Carnby sollen wir einen mysteriösen Selbstmord aufklären und bekommen es bei den Untersuchungen am Ort des Geschehens – dem Herrenhaus des Toten – mit allerhand bösen Mächten zu tun. Überleben ist angesagt und so kämpft und rätselt man sich durch das Spiel, das seiner Zeit mit der feststehenden Kameraperspektive, wenn auch nicht ganz neu, den Grusel perfekt in Szene setzte.

Der Grundstein des Survival-Horrors war gelegt und Edward Carnby – nun ein gefeierter Detektiv für das Übernatürliche – feierte sein Comeback in vier weiteren Sequels der Videospielreihe. Während sein letzter Ausflug noch über PlayStation 3 und Xbox 360 möglich war, wird "Alone in the Dark: Illumination" ein Exklusivtitel für den heimischen PC. Die Handlung spielt in Lorwich, einer Stadt in Virginia. Nach einer Flutkatastrophe von den Einwohnern verlassen und vergessen, ist das Unglück bis heute nicht geklärt und wird übernatürlichen Mächten zulasten gelegt. Der neue Teil setzt zum ersten Mal seit Beginn der Reihe auf Koop und bietet dafür vier Charaktere, um das Geheimnis dieser Stadt zu lüften. Also sind wir doch nicht mehr so allein, auch wenn es zugegeben sehr dunkel ist und so kämpft man sich als Jäger, Hexe, Mechanikerin oder Priester durch die Finsternis.

Guten Serien im Pixel-Universum folgen leider all zu oft schlechte Filmumsetzungen und Uwe Boll hat 2005 mit "Alone in the Dark" ein Paradebeispiel geschaffen, dem ein noch schlechteres Sequel folgte. Hoffen wir, dass die Entwickler sich bei ihrem nächsten Ableger daran kein Beispiel genommen haben, auch wenn ich zugeben muss, dass ich kein weiteres "Left 4 Dead" brauche, zumal ein Mehrspielermodus in einem Survival-Horror-Spiel meiner Meinung schon sehr fragwürdig ist. Erscheinen soll der Exklusivschocker für den PC noch dieses Jahr im Herbst – voraussichtlich sogar noch diesen Monat und man darf gespannt sein, wie das Entwicklerstudio Pure FPS das Genre mit "Alone in the Dark: Illumination" bereichern wird.