Alien Covenant Xenomorph Neomorph

Enthält Spoiler zum Film!

© 2017 20th Century Fox

Quelle: Alien-Covenant.com

Ridley Scotts Alien: Covenant läuft seit einem Monat in den deutschen Kinos und es hat sich schnell herauskristallisiert, dass der Film die Zuschauer noch mehr spaltet als Prometheus es vor fünf Jahren tat. Auch wenn ich den Film nicht ganz so gehasst habe wie mein Kollege (Kritik), verließ ich den Kinosaal nach recht hohen Erwartungen ziemlich enttäuscht. Es wirkte, als hätte sich Ridley Scott nicht entscheiden können, ob er eine echte Fortsetzung zu Prometheus oder einen Alien-Film aus Best-Of-Versatzstücken der Reihe machen wollte, mit Charakteren, die zu dumm zum Überleben sind. Alien: Covenant ist immer noch nicht der schlechteste Alien-Film, doch definitiv der enttäuschendste für mich und, wenn man sich die Mundpropaganda und die schnellen Einbrüche der Zuschauerzahlen in den Kinos anschaut, scheinbar auch für viele andere. Ob Ridley Scott seine weiteren geplanten Sequels verwirklichen können wird, steht in den Sternen, doch ich weiß, dass meine Vorfreude sich nächstes Mal in Grenzen halten wird.

Vor einiger Zeit verriet Scott, dass die ursprüngliche Schnittfassung des Films fast zweieinhalb Stunden lang war und etwa 20 Minuten davon im Schneideraum der Schere zum Opfer fielen. Welches Material genau davon betroffen war und ob – im Gegensatz zu Prometheus – jemals eine Langfassung veröffentlicht werden wird, ist noch unklar.

Eine für viele Zuschauer sicherlich interessante Szene wird aber auch in der Langfassung nicht dabei sein, denn sie war zwar angeblich geplant, wurde aber letztlich nie gedreht. Laut Quellen des Franchise-Fan-Portals Alien-Covenant hat sich eine Schlüsselszene in Alien: Covenant ursprünglich etwas anders abgespielt, als wir sie letztlich auf der Leinwand sahen. Es handelt sich dabei um die Szene, in der Daniels (Katherine Waterston), Lope (Demián Bichir) und Walter/David (Michael Fassbender) zum von Tennessee (Danny McBride) gesteuerten Rettungsschiff laufen, um den Planeten zu verlassen. Sie werden im Film vom frisch geschlüpften und mittlerweile ausgewachsenen Xenomorph verfolgt. Ursprünglich sollte es jedoch ein Neomorph (im Artikelbild oben links) sein, der Vorläufer des Xenomorphs, der das Trio verfolgt. Während dieser Szene sollte dann aber ein Xenomorph auftauchen, den Neomorph angreifen und sich als die dominantere Lebensform beweisen. Man denke an den Monsterkampf vom Ende von Jurassic World. In der Szene sollte zum Ausdruck gebracht werden, wie viel größer und fieser der Xenomorph ist, verglichen zum Neomorph.

Angeblich wurde die Szene jedoch aus logistischen Gründen nicht gedreht, weil es Probleme mit den Monsterkostümen der Darsteller gab und die Stacheln am Rücken des Neomorphs sich ständig irgendwo verfangen haben. Und genau an diesem Punkt werde ich etwas skeptisch, denn fast alle Aliens in dem Film waren leider sehr offensichtlich computergeneriert (eins meiner Probleme mit dem Film). Wieso würde man diese Szene also mit echten Stuntdarstellern ausführen, wenn man zuvor keine Skrupel hatte, die Monster mit CGI zum Leben zu erwecken?

So oder so – die Szene hat es letztlich nie von den Seiten des Drehbuchs geschafft. Eine solche Szene hätte die zahlreichen anderen Probleme von Alien: Covenant nicht ausgemerzt, dennoch wäre der Film dadurch vermutlich um einen unterhaltsamen Moment reicher gewesen.

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