Aladdin Prequel

Quelle: The Hollywood Reporter

Neben Reboots, Comicbuchverfilmungen und vernetzten Filmuniversen besteht ein weiterer großer Trend im Kino aktuell aus Realverfilmungen von animierten Disney-Märchen. Seit 2010 sahen wir bereits Alice im Wunderland, Maleficent, Cinderella sowie zwei Schneewittchen-Filme, die allerdings nicht von Disney stammten. In den nächsten Jahren erwarten uns neben Fortsetzungen zu Maleficent und Alice außerdem Adaptionen von Die Schöne und das Biest, Dumbo, Das Dschungelbuch (sogar doppelt!) und Mulan – und neuerdings Aladdin. Wirklich überraschend ist das nicht. Aladdin ist perfekter Stoff für einen großen Fantasyfilm und gehört bis heute zu den beliebtesten Filmen aus der Schmiede von Disney. Als er 1992 in die Kinos kam, wurde er gar zum erfolgreichsten Zeichentrickfilm des Studios, bis er von Der König der Löwen abgelöst wurde. Ein Realfilm macht also im kommerziellen Sinne sehr viel Sinn.

Wie auch bei Maleficent und im Gegensatz zu Cinderella, wird es keine direkte Adaption des Zeichentricks sein, sondern eine andere Version der bekannten Geschichte. Der Film soll den Titel Genies tragen und davon handeln, wie der berühmte blaue Dschinni letztlich in der Wunderlampe landete. Das Studio hofft, dass damit ein neues Kino-Franchise begründet werden kann und in einem späteren Film dann auch die eigentliche Geschichte von Aladdin erzählt werden kann. Damian Shannon und Mark Swift, die Autoren des Freitag der 13.-Remakes, liefern die Drehbuchvorlage für Genies. Okay, das hätte auch vielversprechender sein können, doch letztendlich wird die Besetzung der Hauptrolle hier besonders wichtig sein, denn insbesondere in der Originalfassung von Aladdin ist Robin Williams als Dschinni einfach umwerfend und hat den Charakter enorm geprägt. Ansonsten erinnert mich das Projekt ein wenig an Disneys Prince of Persia, wird aber hoffentlich um einiges besser sein. Ich habe trotzdem die Vorahnung, dass Ben Kingsley in irgendeiner Rolle besetzt werden wird…