Quelle: TVLine

Das Interesse der Zuschauer an der Marvel-Serie „Agents of S.H.I.E.L.D.“ sinkt deutlich von Staffel zu Staffel. Trotz des viel beworbenen Auftritts des Comic-Helden Ghost Rider in der Staffelpremiere, debütierte die 4. Season von „Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.“ mit lediglich 3,4 Millionen Zuschauern, 30% unter der Premiere der 3. und 42% unter dem Start der 2. Staffel. In der werberelevanten Zielgruppe 18-49 schalteten diesmal lediglich 1,1 Millionen Zuschauer ein, 35% weniger als zum Auftakt von Staffel 3. Immerhin verbesserte sich die Comic-Serie gegenüber dem Finale der 3. Staffel um 14% (und um 19% in ter Zielgruppe), doch da die Zuschauerzahlen für gewöhnlich im Verlauf einer Staffel sinken (bei Staffel 3 gingen zwischen der Premiere und dem Finale 38% der Zuschauer verloren), muss sich ABC darauf einstellen, dass die Serie demnächst regelmäßig unter 3 Millionen Zuschauer pro Woche fallen wird.

Ein großer Triumph war am Dienstagabend die Premiere der neuen Serie von Dan Fogelman, dem Autor von Kinohits wie Crazy, Stupid, Love und Last Vegas. Die bereits im Vorfeld stark umjubelte und gehypte Dramaserie „This Is Us“ mit Milo Ventimiglia und Mandy Moore in den Hauptrollen erzielte 10,1 Millionen Zuschauer für die erste Episode, davon 2,8 Millionen in der Zielgruppe 18-49. Es ist ein starkes Debüt und in der Zielgruppe sogar der meistgesehene Start einer neuen Dramaserie seit „Supergirl“ letzten Herbst. Die Mundpropaganda spricht für anhaltenden Erfolg. Unten könnt Ihr den Trailer zur Serie sehen.

Etwas enttäuschend waren die Einschaltquoten für den Start der 14. „Navy CIS“-Staffel. Diese erreichte 16 Millionen Zuschauern und lag damit 12% unter dem Start der 13. Staffel sowie 11% unter dem letzten Staffelfinale. Genau genommen war es der quotenschwächste Auftakt einer „Navy CIS“-Season seit Staffel 5! Hier zeigte sich wohl die Auswirkung von Michael Weatherlys Ausstieg aus der Serie. In der Zielgruppe 18-49 erreichte „Navy CIS“ 2,2 Millionen Zuschauer, ebenfalls 12% unter dem 13. Staffelstart.

Fans von Michael Weatherly kamen im Anschluss an „Navy CIS“ auf ihre Kosten. Weatherlys neue Serie „Bull“ (Trailer unten) kam mit sehr starken 15,6 Millionen Gesamtzuschauern und 2,2 Millionen in der Zielgruppe sehr stark aus den Startlöchern, profitierte aber natürlich auch vom perfekten Slot zwischen zwei „Navy CIS“-Serien. „Navy CIS: New Orleans“ startete mit einem neuen Zuschauertief der Serie. Nur noch 11,1 Millionen Zuschauer schalteten ein, 12% weniger als zum Start der zweiten Staffel. In der Zielgruppe waren es mit 1,4 Millionen 18% weniger als letztes Jahr.

„Brooklyn Nine-Nine“ kehrte bei FOX mit 2,4 Millionen Zuschauern zum Auftakt der 4. Staffel zurück und lag leider 26% unter den Quoten der 3. Staffelpremiere. In der Zielgruppe 18-49 erzielte die Sitcom 1,1 Millionen Zuschauer. „New Girl“ gab gegenüber dem Vorjahr noch deutlicher nach und kam mit 2,3 Millionen Zuschauern aus den Startlöchern – 31% unter dem Start von Staffel 5. In der werberelevanten Zielgruppe 18-49 schalteten immerhin 1,2 Millionen Interessierte ein.

Der größte Verlierer des Abends war allerdings „Scream Queens“. Die zweite Staffel der Horror-Comedyserie von Ryan Murphy konnte lediglich 2,2 Millionen Zuschauer vor die Fernseher locken und startete damit heftige 46% unter der ersten Staffel. Es war die zweitniedrigste Zuschauerzahl für eine Folge der Serie überhaupt. Auch in der Zielgruppe 18-49 konnte „Scream Queens“ mit nur einer Million kaum glänzen. Es verwundert mich bis heute, dass die Serie überhaupt um eine zweite Staffel verlängert wurde.