Quelle: TVLine

Es ist ein hartes Jahr für die Fans von Hayley Atwells charmanter Agentin Peggy Carter. Erst wurde sie in The First Avenger: Civil War beerdigt und kurze Zeit später stellte ABC ihre Spin-Off-Serie nach zwei Staffeln ein. Nicht wenige Fans waren von der Absetzung enttäuscht, wenn auch (angesichts miserabler Einschaltquoten) nicht sonderlich überrascht. Dennoch blieb die Hoffnung bestehen, dass ein anderer Sender oder, noch besser, ein Video-On-Demand-Anbieter „Agent Cater“ als weißer Ritter aus der Not retten und fortsetzen würde. Schließlich bedeutet die Absetzung einer Serie mit einer nennenswerten Fangemeinde heutzutage immer seltener ihr endgültiges Ende.

Doch ausgerechnet der größte Hoffnungsträger, Netflix, entschied sich gegen „Agent Carter“. Begründet wurde dies einerseits dadurch, dass Netflix bereits jede Menge einer Marvel-Serien (wie „Daredevil“, „Jessica Jones“ und „Luke Cage“) produziert und dass die internationale Rechtesituation kompliziert ist (in Deutschland würde beispielsweise SyFy weiterhin die Ausstrahlungsrechte besitzen), sodass es sich kommerziell kaum gelohnt hätte.

Müssen die Fans also ihre Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Peggy Carter im TV-Format aufgeben? Hauptdarstellerin Hayley Atwell hat auf jeden Fall noch großes Interesse an einer Rückkehr, auch wenn sie mit der ABC-Anwaltsserie „Conviction“ bereits einen vielversprechenden neuen Job hat: (aus dem Englischen)

Es ist immer noch eine sehr beliebte Serie unter den Leuten, die sie gemacht haben, und wir wissen, dass sie einen ganz besonderen Platz in den Herzen der Fans hat. Und wenn sich die Gelegenheit anbietet, würde ich liebend gerne zu ihr zurückkehren, sei es in Form eines TV-Films oder sonst wie. Das Gute an Peggy ist, dass wir wissen, dass sie ein langes Leben gelebt hat. Ich rechne damit, dass wenn ich in meinen Fünfzigern bin, wir uns dann fragen: „Lasst uns doch mal schauen, was Peggy in diesem Jahrzehnt getrieben hat“.

Nicht nur Atwell ist Feuer und Flamme für ein Revival von „Agent Carter“, auch Jeph Loeb, Executive Vice President von Marvel Television höchstpersönlich, äußerte klares Interesse daran, die Serie wiederzubeleben, doch er warnte auch vor falscher Hoffnung. Die Serie kann nur zurückkehren, wenn ein Sender oder eine Streaming-Plattform auch danach fragt:

Marvel Studios kann sagen: „2019 werden wird Captain Marvel veröffentlichen“ und kein Kinobesitzer wird sagen: „Moment, stopp, wir haben nicht gesagt, dass es okay ist!“. Bei Marvel Television ist das anders. Wir kommunizieren mit unseren Partnern ABC, FX, FOX, Netflix und Freeform und sie sagen uns, wann sie etwas gerne hätten. Die Kurzfassung ist also: sicher, falls uns jemand anruft und sagt: „Wir hätten gerne einen zweistündigen Agent-Carter-Film für Mai 2017“, dann werden wir den tollsten Agent-Carter-Film abliefern, der möglich ist.

Jeder, der das liest, sah Phil Coulson im Kino sterben und wir sind gerade dabei, unsere 67. Episode von „Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.“ zu drehen und sind auf bestem Wege in Richtung von 100 Folgen. All das wäre nicht ohne Phil Coulson und Clark Gregg passiert. Deshalb bin ich Hayley dafür unglaublich dankbar, dass sie mutig genug war, zu sagen, sie sei bereit, den Charakter wieder zu spielen. Die kurze Antwort lautet: ich hoffe es.

Nicht nur er. Auch ich fände es schön, wenn sich ein Weg finden würde, die Serie in einer (möglicherweise verkürzten) Form zurückzubringen und ihr einen runderen Abschluss zu verpassen. Atwell war immer perfekt in der Rolle und das nicht zu nutzen ist eine Schande. Doch auf der anderen Seite waren die Zuschauerzahlen natürlich auch ein klares Statement des (mangelnden) Interesses der Zuschauer und aktuell sind die Hoffnungen von Atwell und Loeb nicht mehr als Wunschdenken.

Würdet Ihr „Agent Carter“ zurückbringen?