Tony Scotts geplante Projekte

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Tony Scott Projekte

Quelle: Moviehole

Zum Zeitpunkt von Tony Scotts tragischem Selbstmord hatte er mehr als ein halbes Dutzend geplanter Projekte in der Warteschleife, die er zu einem oder anderen Zeitpunt inszenieren wollte. Natürlich ist es unklar, wieviele davon er tatsächlich gemacht hätte und welche er einfach "nur" produziert hätte, doch werfen wir einen Blick auf die lange Liste von Filmen, die nun ohne seine Beteiligung entstehen werden (oder auch gar nicht zustande kommen):

Top Gun 2

Von all seinen Projekten hat Tony Scott sich in letzter Zeit am aktivsten mit dem lange geplanten Sequel zu seinem Achtziger-Hit Top Gun (der für mich bis heute noch den besten Tony Scott-Film darstellt) beschäftigt. Mehr als 12 Monate lang hat er für die Fortsetzung, die seit 2010 immer mehr Form annimmt, recherchiert. Er besuchte viele Air Force-Stützpunkte und war fasziniert von den modernen Entwicklungen in diesem Bereich. Tom Cruise hat bereits bestätigt, dass er in der Rolle von Maverick, die ihm seinerzeit zum Superstar-Status verholfen hat, zurückkehren würde. Allerdings würde er vielleicht eine kleinere Rolle im Sequel spielen. Parallel zu der Entwicklung des Sequels wurde der erste Film in 3D konvertiert und sollte irgendwann in die Kinos kommen, um den Zuschauern Appetit auf das Sequel zu machen.

Zwei Tage vor seinem Selbstmord hat Scott, gemeinsam mit Tom Cruise, Locations für den Dreh in Nevada ausgekundschaftet. Das Drehbuch von Peter Craig sei auch annähernd fertig. Der Plan war, den Film in 2013 zu drehen und 2014 in die Kinos zu bringen. Was aus dem Projekt jetzt wird ist unklar, denn Scott war eine starke treibende Kraft hinter dem Film.

Lucky Strike

Im Februar wurden Details zu Lucky Strike bekannt, der womöglich Tony Scotts nächster Film geworden wäre. Auch hier sollte der Dreh nächstes Jahr stattfinden. Lucky Strikes Plot handelt von einem DEA Agenten, der sich mit einem Drogendealer verbündet, um ein Drogenkartell zu Fall zu bringen. Für die Hauptrollen der $80 Mio-Produktion waren jeweils Mark Wahlberg und Vince Vaughn vorgesehen.

Narco-Sub

Um Drogenhandel wäre es auch in Narco-Sub gegangen. Das Drehbuch aus der Feder von Davis Guggenheim (Safe House) weckte Tony Scotts Interesse. Es handelt von dem Unterwasser-Schmuggel von Drogen aus Lateinamerika in die USA.

The Wild Bunch

Seit Warner Bros. letztes Jahr bekanntgab, Sam Peckinpahs Western neuzuverfilmen, hatte Tonny Scott immer wieder sien Interesse an dem Projekt bekundet. Zugleich war Scott in den letzten Jahren und hin und wieder mit der Arbeit an dem Remake von Walter Hills The Warriors beschäftigt, aber das Projekt kam nur sehr langsam voran. Scott wollte die Handlung von The Warriors von New York nach Los Angeles verlegen und hat sich sogar zur Recherche mit einigen Mitgliedern von berüchtigten Los Angeles-Gangs getroffen.

24 – Der Film

Sicherlich keine Priorität mehr, aber eine Weile lang war Tony Scott auch dafür vorgesehen, die Regie bei Jack Bauers erstem Kinoeinsatz zu führen. Die Vorbereitung dauerte allerdings zu lange und irgendwann verließ Scott das Projekt.

Hell’s Angels

Ziemlich hoch auf Scotts To-Do Liste war allerdings Hell’s Angels, ein Thriller über zwei sich bekriegende Biker-Gangs (darunter auch die titelgebenden Hell’s Angels). Jeff Bridges sollte die Rolle von Sonny Barger, einem Gründungsmitglied von Hell’s Angels, spielen. Shia LaBeouf war im Gespräch für den Part von seinem Protégé. Zu einem Zeitpunkt wurde auch Mickey Rourke mit dem Film in Verbindung gebracht.

Nemesis

Nemesis heißt die kommende Verfilmung des gleichnamigen Comicbuchs von Mark Millar (Kick-Ass). Hier war Scott zwar nicht als Regisseur vorgesehen, doch Fox wollte ihn in dieser Funktion haben. Auf jeden Fall hätte er als Produzent des Films fungiert. In der Vorlage zu Nemesis geht es um einen Superbösewicht, der systematisch gegen die Polizei und die Regierung vorgeht.

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Welche dieser Projekte das Licht der Welt auch ohne Tony Scott erblicken werden und welche nicht ist noch unklar. Was man aber jetzt schon sagen kann ist, dass sie sicherlich nicht so herauskommen werden, wie sie unter Scotts unverwechselbarer Regie entstanden wären.