Christoph Waltz klärt für Roman Polanski ein Verbrechen auf

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True Crimes Polanski

Quelle: The Hollywood Reporter

Inglourious Basterds schien für Christoph Waltz zugleich ein Segen und ein Fluch zu sein. Quentin Tarantinos Neuinterpretation des 2. Weltkriegs bescherte dem deutschsprachigen Mimen schlagartig einen riesigen internationalen Durchbruch und einen Oscar für die  beste männliche Nebenrolle. Es hagelte daraufhin an Angeboten aus Hollywood. Der Nachteil? Im typischen Schubladendenken war Waltz nach seiner genialen Performance als Standartenführer Hans Landa fortan als Bösewicht festgebucht – von The Green Hornet über Die drei Musketiere bs hin zu Wasser für die Elefanten. Waltz war der Fiesling vom Dienst. Doch dann war es gerade Tarantino, der den Spieß umgedreht hat und in seinem Western-Hit Django Unchained mit Dr. King Schlutz Waltz eine weitere Tolle Rolle auf den Leib schrieb, nur diesmal als "Good Guy" (so weit es bei einem Kopfgeldjäger eben geht). Als Waltz dann auch für diese Rolle einen Oscar einheimsen konnte, war allen klar, dass der wandlungsfähige Schauspieler in beinahe jeder Rolle aufgehen kann. Django Unchianed sorgte damit für den Ausgleich nach Basterds und Waltz werden nicht länger nur Antagonisten-Parts angeboten.

So auch in seinem neusten Projekt. In True Crimes, basierend auf dem Artikel von David Grann über eine wahre Geschichte, wird Waltz den Polizisten Jacek Wroblewski spielen, der einen seit Jahren ungeklärten Mordfall wieder eröffnet und daraufhin in die dunkle polnische Unterwelt von Sexhandel, Prostitution und Drogen gerät. In der wahren Geschichte wurde 2007 der polnische Autor Krystian Bala wegen Mordes verurteilt. Der Mord blieb zuvor jahrelang ungeklärt und erst nach dem Escheinen des Romans, in dem ein eben solcher Mord in größtem Dezail beschrieben wird, wurde Bala zum Verdächtigen und nach einem Indizienprozess wurde er auch verurteilt.

Mit der Regie des Films liebäugelt momentan angeblich Roman Polanski, doch nichts steht diesbezüglich schon fest.