Chicago Film Critics Association liebt The Master und Beasts of the Southern Wild

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Quelle: Chicago Film Critics Association

Neben New York und Los Angeles gehört die Chicago Film Critics Association zu den größten Filmkritikerverbänden der USA. Ein Mitglied des Verbands ist wohl einer der renommiertesten Filmkritiker der Welt, der Pulitzer-Preisträger Roger Ebert. Hinsichtlich der Oscars hat die Chicago Film Critics Association einen soliden Vorhersagewert, zumindest was Nominierungen betrifft. Besonders bemerkenswert ist, dass die Chicago Film Critics Association der einzige große Kritikerverband war, der 2005 L.A. Crash als Besten Film des Jahres ausgezeichnet hat (dieser hat später zu Überraschung aller den Oscar für den Besten Film mit nach Hause genommen). Insgesamt hat seit 1988 der Gewinner der Chicago Film Critics Association Awards den Hauptpreis bei den Oscars in acht von 24 Fällen gewonnen, wobei die Häufigkeit in letzter Zeit zunimmt (in den letzten neun Jahren lag man fünfmal richtig). Die Nominierungen für das Jahr 2012 lauten:

Bester Film

Argo
Beasts of the Southern Wild
Lincoln
The Master
Zero Dark Thirty

Beste Regie

Ben Affleck (Argo)
Paul Thomas Anderson (The Master)
Kathryn Bigelow (Zero Dark Thirty)
Steven Spielberg (Lincoln)
Benh Zeitlin (Beasts of the Southern Wild)

Bester Hauptdarsteller

Daniel Day-Lewis (Lincoln)
John Hawkes (The Sessions)
Denis Lavant (Holy Motors)
Joaquin Phoenix (The Master)
Denzel Washington (Flight)

Beste Hauptdarstellerin

Jessica Chastain (Zero Dark Thirty)
Helen Hunt (The Sessions)
Jennifer Lawrence (Silver Linings Playbook)
Emmanuelle Riva (Liebe)
Quvenzhane Wallis (Beasts of the Southern Wild)
Naomi Watts (The Impossible)

Bester Nebendarsteller

Jason Clarke (Zero Dark Thirty)
Leonardo DiCaprio (Django Unchained)
Dwight Henry (Beasts of the Southern Wild)
Phillip Seymour Hoffman (The Master)
Tommy Lee Jones  (Lincoln)

Beste Nebendarstellerin

Amy Adams (The Master)
Emily Blunt (Looper)
Judi Dench (Skyfall)
Sally Field (Lincoln)
Anne Hathaway (Les Misérables)

Bestes Originaldrehbuch

Django Unchained
Looper
The Master
Moonrise Kingdom
Zero Dark Thirty

Bestes adaptiertes Drehbuch

Argo
Beasts of the Southern Wild
Lincoln
Vielleicht lieber morgen
Silver Linings – Wenn Du mir, dann ich Dir

Bester fremdsprachiger Film

Liebe
Holy Motors
Ziemlich beste Freunde
Once Upon a Time in Anatolia
Der Geschmack von Rost und Knochen

Bester Dokumentarfilm

The Central Park Five
The Invisible War
The Queen of Versailles
Searching For Sugar Man
West of Memphis

Bester Animationsfilm

Merida – Legende der Highlands
Frankenweenie
ParaNorman
Arrietty – Die wundersame Welt der Borger
Ralph reicht’s

Beste Kamera

Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger
Lincoln
The Master
Skyfall
Zero Dark Thirty

Beste Filmmusik

Argo
Beasts of the Southern Wild
The Master
Moonrise Kingdom
Zero Dark Thirty

Bestes Szenenbild

Anna Karenina
Les Misérables
Lincoln
The Master
Moonrise Kingdom

Bester Schnitt

Argo
Cloud Atlas
The Master
Skyfall
Zero Dark Thirty

Vielversprechendster SchauspielerIn

Samantha Barks (Les Misérables)
Kara Hayward (Moonrise Kingdom)
Dwight Henry (Beasts of the Southern Wild)
Tom Holland (The Impossible)
Quvenzhane Wallis (Beasts of the Southern Wild)

Vielversprechendster Filmemacher

Stephen Chbosky (Vielleicht lieber morgen)
Drew Goddard (The Cabin in the Woods)
Nicholas Jarecki (Arbitrage)
Colin Trevorrow (Safety Not Guaranteed)
Benz Zeitlin (Beasts of the Southern Wild)

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Die großen Nutzenträger sind, wie man deutlich sehen kann, The Master und Beasts of the Southern Wild. Beide haben bei den Golden Globes und der Screen Actors Guild nicht sonderlich gut abgeschnitten und können jeden frischen Wind gebrauchen. Den bekamen sie auch. The Master wurde zehnmal nominiert, Beasts of the Southern Wild neun. Ebenfalls hat sich Looper ganz stark gezeigt, denn neben einer Nominierung für das beste Originaldrehbuch, bekam er auch eine für seine Nebendarstellerin Emily Blunt.

Zwei starke Oscar-Favoriten kamen aber gar nicht gut davon. Django Unchained und Silver Linings konnten nur jeweils zwei Nominierungen ergattern. Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger erging es mit nur einer, relativ unwichtigen Nominierung noch schlechter. Interessant ist, dass Alexandre Desplat in der Kategorie "Beste Filmmusik" dreimal nominiert wurde – für Argo, Moonrise Kingdom und Zero Dark Thirty. Vielleicht winkt ihm endlich nach vier erfolglosen Nominierungen (zuletzt für The King’s Speech) endlich der Oscar.

Am Montag, den 17. Dezember, werden die Gewinner bekanntgegeben.