Vince Gilligan gibt ein Update zu "Better Call Saul"

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Better call Saul

Quelle: The Hollywood Reporter

Momentan leide ich unter dem "post-Breaking-Bad-Syndrom". Das bedeutet, dass alle Serien, die ich mir jetzt ansehe, einfach im schlechteren Licht erscheinen, nachdem ich zuvor in den Genuss der brillanten letzten acht Folgen der womöglich besten Dramaserie aller Zeiten gekommen bin. Sicherlich werden noch Serien kommen, die mich beeindrucken werden und es gibt noch die eine oder andere ältere umjubelte Serie, die ich noch auf meiner Must-See-Liste habe ("The Wire", "The West Wing"), aber momentan schaut die Fernsehlandschaft ohne "Breaking Bad" einfach trist aus. Vince Gilligan und sein Team haben wirklich Großes mit der Serie erschaffen und sich für immer einen Platz in der Fernsehgeschichte gesichert.

Ein kleiner Lichtblick bleibt aber noch: "Better Call Saul". Die Ablegerserie von "Breaking Bad", der AMC kürzlich grünes Licht gab, soll bereits nächstes Jahr über die Bildschirme flimmern. Bislang war wenig darüber bekannt – nur dass es einstündige Folgen sein werden, Bob Odenkirk als Saul Goodman zurückkehren wird und die Serie zeitlich vor "Breaking Bad" angesetzt sein wird.

In einem Interview mit The Hollywood Reporter gab Gilligan jetzt ein Update (aus dem Englischen übersetzt):

Wir (Peter Gould, der Showrunnter von "Better Call Saul", und Vince Gilligan) mögen einstündige Drama-Formate. Also dachten wir uns: 'Wieso nicht auch Saul auf diese Weise drehen?' Wir wollen wieder in Albuquerque drehen, so viel von der alten Crew wieder zusammenbringen, wie es nur geht und so weitermachen wie zuvor, damit es sich nahtlos in das bereits existierende Universum einfügt, bei dessen Erschaffung wir so viel Spaß hatten.

Zu den Gefahren, einen Ableger zu einer solch beliebten Serie zu machen, meinte Gilligan:

Es gibt immer eine inhärente Gefahr, wenn man ein Spin-Off macht. Aber um ehrlich zu sein, liebe ich den Charakter von Saul  Goodman so sehr und ein Teil von mir will sich von dieser Welt nicht verabschieden

Der Artikel besagt auch, dass momentan noch an der Handlung gearbeitet wird und die Serie wahrscheinlich größtenteils in Sauls Büro spielen wird. Der Ton der Serie soll auch deutlich weniger düster und ernsthaft sein. So bestand "Breaking Bad" zu 75% aus Drama und zu 25% aus Comedy. Bei "Better Call Saul" soll es sich umgekehrt verhalten. Die Herausforderung sei, die dramatischen Elemente beim Hauptcharakter zu finden.

Eine Frage, die sich sicherlich schon viele (mich eingeschlossen) gestellt haben, ist, ob es darin auch ein Wiedersehen mit einigen altbekannten Charakteren geben wird. Dazu meinte Gilligan nur:

Es wird mir persönlich schwer fallen zu widerstehen, hin und wieder all diese Leute für einen oder zwei Gastauftritte zurückzubringen.

Das klingt doch schonmal vielversprechend! Während ich nicht davon ausgehen, das wir Jesse oder Walt sehen werden, gäbe es sicher Platz für Gus, Mike und vielleicht sogar Hank in der Serie.