Der US-Verband der Kameraleute nominiert sieben Filme

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ASC Nominierungen 2013

Quelle: ASC

Nachdem die großen Gilden (Drehbuch, Schauspieler, Regie, Produzenten) ihre Nominierungen bekanntgegeben haben, sind jetzt die kleineren Verbände bzw. Gewerkschaften an der Reihe, ihren Senf zum diesjährigen Oscar-Rennen hinzuzugeben. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um technische Kategorien. Den Auftakt macht die American Society of Cinematographers (ASC), die etwa 450 Mitglieder zählt und seit 1986 ihre Preise vergibt. Die Überschneidung mit den Oscars ist meist sehr groß. Nur zweimal kam es vor, dass ein Film ei den Oscars den Preis für die "Beste Kamera" gewonnen hat, obwohl die ASC ihn nicht einmal nominiert hat. Eine komplette Passung der Nominees gibt es aber auch nicht häufig. Meistens wird mindestens ein Film, der von der ASC nominiert wird, von den Oscars zugunsten eines anderen übergangen – letztes Jahr war es Les Misérables, der bei den Oscars durch Django Unchained ersetzt wurde. Dieses Jahr könnte allerdings anders verlaufen, denn erstmals wurden statt fünf sieben Filme von der ASC nominiert (ich nehme an, dass Stimmengleichstand der Grund war). Es würde mich daher nicht überraschen, wenn unter den sieben nominierten Filmen sich alle fünf finden, die später auch bei den Oscars eine Nennung erhalten werden. Die Frage bleibt weiterhin, welche zwei es nicht schaffen werden. Die Nominees sind:

  • Sean Bobbitt (12 Years a Slave)
  • Barry Ackroyd (Captain Phillips)
  • Philippe Le Sourd (The Grandmaster)
  • Emmanuel Lubezki (Gravity)
  • Bruno Delbonnel (Inside Llewyn Davis)
  • Phedon Papamichael (Nebraska)
  • Roger Deakins (Prisoners)

Bemerkenswert ist dabei Roger Deakins' Nominierung – die nun 13. ihrer Art von der ASC. Gewonnen hat er dreimal, zuletzt letztes Jahr für Skyfall. Bei den Academy Awards ging er trotz 10 Nominierungen bislang immer leer aus. Auch Lubezki hat bereits zwei ASC-Preise gewonnen, für The Tree of Life und Children of Men, hat aber ebenfalls keinen Oscar-Sieg vorzuweisen. Anzumerken ist noch, dass es der erste größere Verband ist, bei den American Hustle keine Nominierung erhalten hat. Als klarer Favorit gilt bei diesen Preisen Lubezki für seine beeindruckende Arbeit an Gravity, wobei ich auch Philippe Le Sourd nicht ausschließen würde.

Der Sieger wird am 1.02.2014 bekanntgegeben.