Manchmal kommen sie wieder (1991)

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Manchmal kommen sie wieder (1991) BluRay-Kritik
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Gesamt

Sometimes They Come Back, USA 1991 • 98 Min • Regie: Tom McLoughlin • Drehbuch: Lawrence Konner, Mark Rosenthal • Mit: Tim Matheson, Brooke Adams, William Sanderson, Robert Rusler, Chris Demetral • Kamera: Bryan England • Musik: Terry Plumeri • FSK: ab 16 Jahren • Verleih: Koch Media GmbH • Heimkino-Start: 20.03.2014

Die Romane des Horrorautors Stephen King sind gern genommene Opfer für Verfilmungen aller Art. Ob für das Fernsehen, das Heimkinoregal oder sogar das Kino werden sogar manchmal Kurzgeschichten herausgekramt und diese auf Spielfilmlänge aufgeblasen. Dies geschah bereits für „Kinder des Zorns“ oder auch die „Mangler“-Filme. 1991 nahm man sich der Kurzgeschichte „Sometimes they come back“ und fabrizierte daraus einen Fernsehfilm, der in Deutschland sogar im Kino lief. Das Ergebnis gibt es nun erstmalig auf BluRay zu erstehen.

Jim Norman kommt mit seiner Familie nach langer Zeit zurück in seine Heimatstadt, um dort als Lehrer zu arbeiten. Doch seine neue Klasse hat er nur schwer im Griff und ihn plagt immer noch ein tragisches Ereignis aus seiner Kindheit, das in jener Stadt geschah. Als plötzlich die Vergangenheit zurückzukommen scheint und er den Geistern seiner Jugend wieder ins Auge blicken muss, ist nicht nur sein Leben bedroht, sondern auch das seiner Familie.

ManchMal kommen sie wieder (1991) Filmbild 1Stephen King hat schon immer gerne mit Geschichten gespielt, in denen es um tragische oder unheimliche Dinge geht, die in der Kindheit passierten und den Hauptakteur bis zum Erwachsenenalter nicht in Ruhe lassen. Schon bei „Es“ wechselte die Erzählweise fröhlich vom Jetzt in die Vergangenheit und zurück.Auch in „Manchmal kommen sie wieder“ findet dieses Stilmittel wieder Verwendung. Der Film entpuppt sich an vielen Stellen mehr als dramatische Vergangenheitsbewältigung denn als ein echter Horrorfilm. Die wenigen spannenden und „horror-artigen“ Szenen sind so kurz, dass sie kaum zum Tragen kommen. Die Schauspieler sind routiniert und gut, retten aber auch die langatmige uninteressante und vorhersehbare Handlung in keiner Situation. Der Film läuft so schematisch ab, dass man ihn nach weniger als der Hälfte des Films durchschaut hat. Auch gegen Ende driftet die Geschichte inhaltlich und optisch sehr in eine Richtung ab, die einfach nicht zum Handlungsverlauf passen möchte.

Technisch ist der Film hochwertig und gut gemacht. Auch die ganz, ganz sparsam eingesetzten Masken sind sehr gut. Trotzdem wird die Technik im Film an keiner Stelle gewinnbringend eingesetzt. Der Gewaltgrad ist für einen Film, der kurz nach den glorreichen achtziger Horrorjahren entstanden ist, ein Witz. Seichtes TV-Niveau trifft Stephen King – eine Mischung, die noch nie funktioniert hat.

Fazit

Wer beinharter Fan von Stephen King ist oder bereits die Kurzgeschichte mochte, hat vielleicht noch Spaß an dem Film. Wer aber spannende Horrorunterhaltung sucht – sollte lieber zu einer anderen Stephen-King-Verfilmung greifen. „Manchmal kommen sie wieder“ gehört definitiv zu den schlechteren King-Adaptionen und darf ohne schlechtes Gewissen ignoriert werden.


Zur Veröffentlichung

Manchmal kommen sie wieder (1991) DVD-Kritik CoverDie deutsche DVD und die BluRay von Koch Media GmbH sind seit dem 20.03.2013 im Handel erhältich. Der Film liegt ungekürzt in der deutschen und englischen Spachfassung vor. Zusätzlich zum Hauptfilm bieten die DVD und Bluray noch den deutschen sowie englischen Kinotrailer und eine Bildergalerie.  Auf der Bluray ist der Hauptfilm zudem als Kino-Scope-Format (2.35:1) sowie als Full-Frame-Format (1.78:1) enthalten. Das restaurierte Bild ist sehr klar und ansehnlich.

 

 

DVD-Cover © 2014 Koch Media GmbH


Trailer

 Chi Ying Chan