Getaway (2013)

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Getaway (2013) Filmkritik
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Gesamt

Getaway, USA/BG 2013 • 90 Min • Regie: Courtney Solomon • Drehbuch: Sean Finegan, Gregg Maxwell Parker • Mit: Ethan Hawke, Slenea Gomez, Jon Voight, Rebecca Budig, Buce Payne • Kamera: Yaron Levy • Musik: Justin Caine Burnett • FSK: ab 12 Jahren • Vertrieb: Universum Film GmbH • Kinostart: 21.11.2013 Heimkinostart: 25.04.2014 Deutsche Website

Selena Gomez versucht seit längerer Zeit ihr Disneystar-Image loszuwerden. Begann dies mit ihren immer lasziver werdenden Musikvideos, setzt es sich fort in dem umstrittenen Thriller/Arthouse-Mix „Spring Breakers“. Jetzt versucht sich Gomez im Action-Genre und feiert dort ihr Debut zusammen mit einem alten Hasen, nämlich Ethan Hawke („The Purge – Die Säuberung“, „Sinister“). Ob ihr dies gelingt und ob der Film mehr bietet als der typische Krawall-Actionfilm, erfahrt ihr in dieser Kritik.

Als der Rennfahrer Brent Magna (Ethan Hawke) eines Tages heimkommt, findet er seine Wohnung verwüstet vor. Seine Frau wurde entführt. Per Telefon erhält er Anweisungen eines Unbekannten (Jon Voight), ein Auto zu stehlen und mit diesem allerhand Zerstörung anzurichten. Dabei sammelt er unterwegs noch ein junges Mädchen (Selena Gomez) ein, das ihn auf seiner Zerstörungstour begleiten muss. Werden die beiden die Autofahrt überleben?

Getaway (2013) Filmbild 1„Getaway“ hält sich nicht lange mit Belanglosigkeiten auf und feuert bereits in den ersten Minuten eine brachiale Verfolgungsjagd ab. Sporadisch wird die Vorgeschichte in kurzen Einblendungen zwischengestreut, doch das Hauptaugenmerk liegt schon bereits zu Beginn ausschließlich auf der Verfolgungsjagd. Hier haben wir bereits das erste Manko oder den ersten Pluspunkt des Films, je nachdem mit welchen Erwartungen man heran geht. Der Film feuert in gut 90 Minuten fast ohne nennenswerte Pausen eine Verfolgungsjagd oder Zerstörungsorgie nach der anderen ab, ohne sich zu lange in einer Handlung zu verlieren. So zeigt der Film größtenteils, wie der Unbekannte per Telefon Anweisungen gibt, und diese von Magna ausgeführt werden. Eine echte Handlung bzw. einen Spannungsbogen gibt es praktisch nicht. Wer also Dauergetöse ohne Denkvoraussetzung sucht, ist hier richtig. We, allerdings eine spannende Handlung bei einem Film stets wichtig ist, braucht praktisch nicht weiterzulesen.

Die sehr wenigen „echten“ Darsteller, hauptsächlich bestehend aus Ethan Hawke, Selena Gomez und Jon Voight, machen ihre Sache gut, wirken aber oft unterfordert. Hier fällt besonders auf, dass vor allem Selena Gomez, trotz ihres jungen Aussehens, sich ungewöhnlich gut ins Gesamtbild einfügt. Von ihr wird man sicher noch viel hören und sehen.

Technisch darf man dem Film seine handgemachte Art positiv anrechnen. Sämtliche Crash-Orgien wirken größtenteils sehr echt und dürften auch so gemacht sein. Der Schnitt und teilweise auch die Kamera verhindert manchmal allerdings, dass der Zuschauer die Unfälle auch wirklich „genießen“ kann, da die Kamera oft zu nah dran ist bzw. die Umschnitte zu schnell sind.
Im Kino konnte der Film in Deutschland nicht besonders zünden, und das zu Recht. „Getaway“ ist eher B-Ware für Autofans, denen eine „Alibi-Handlung“ zur Unterhaltung ausreicht.

Fazit

Wer auf krachende Action steht, sich als Autofan bezeichnen würde und keinen Wert auf eine Handlung mit Denkanstößen legt, kann bei „Getaway“ zugreifen. Wer allerdings einen Film mit umfangreichen Qualitäten sucht, sollte den Film tunlichst ignorieren.

DVD-Extras

Zusätzlich zum Hauptfilm bieten die DVD und BluRay einige nennenswerte Extras. Neben diversen Werbetrailern, gibt es noch Interviews, Featurettes und eine B-Roll.


Information zur Veröffentlichung

Die DVD und die BluRay im Vertrieb von Universum Film GmbH sind ab dem 25.04.2014 im Handel erhältlich. Neben dem ungekürzten Film in deutscher und englischer Sprachfassung liegen bei der Veröffentlichung folgende Extras vor:

Getaway (2013) DVD-Cover

• B-Roll
• Interviews
• Featurettes

 

 

 

 

DVD-Cover © Universum Film GmbH


Trailer

https://youtu.be/8CZrs3NCzqs