G.I. Joe: Die Abrechnung – Kinostart um neun Monate verschoben

0

Ja seid ihr denn bekloppt? Die Anzugträger von Paramount und Hasbro, in Person von Brian Goldner, dem CEO von Hasbro, haben heute in einer offiziellen Stellungnahme die kurzfristige Verlegung des US-Kinostarts von G.I. Joe – Die Abrechnung verlautbaren lassen – um ganze neun Monate! (neuer Starttermin: 29. März 2013). Grund: eine nachträgliche 3D-Konvertierung, die einige Monate an Post-Production veranschlagen wird. Laut Goldner habe sich 3D unter Filmfans zuletzt immer größerer Beliebtheit erfreut, deshalb wolle man den Fans nun ein noch gewaltigeres Unterhaltungsprodukt anbieten.

Alles schien gut zu laufen für die Fortsetzung des Hits aus dem Jahre 2009, G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra. Zwar war die Adaption der Spielzeugreihe von HASBRO hierzulande kein großer Erfolg (nur knapp über 400,000 Zuschauer fanden hier den Weg ins Kino), doch weltweit spielte er solide $302 Mio ein, was nach Hollywood-Standards durchaus eine Fortsetzng berechtigt. Da allerdings der erste Film profitabel, zugleich aber kein absoluter Überflieger war, entschied man sich dafür, viel frisches Blut für die Fortsetzung zu holen. Nur wenige der Stars des ersten Films sind wieder dabei – Channing Tatum als Duke (obwohl die Trailer schon vermuten lassen, dass seine Rolle hier kurz ausfallen wird), Ray Park als Snake Eyes und Lee Byung-Hun als Storm Shadow. Dafür wurden andere prominente Namen ans Bord geholt, allen voran Dwayne "The Rock" Johnson und Bruce Willis. Johnson hat bereits in Fast and Furious Five mitgewirkt und so einer bestehenden Franchise zu ungeahntem Erfolg verholfen. Auch in der Fortsetzung Die Reise zur geheimnisvollen Insel war er dabei und der Film fiel erfolgreicher als der erste aus. Es scheint als wäre Johnson ein Garant für erfolgreiche Sequels. Als Regie heuerte Paramount Jon M.  Chu an, der bislang nur für seine Arbeit an Tanzfilmen Step Up 2 the Streets, Step Up 3D und Justin Bieber: Never Say Never bekannt war.

Mit neuer Besetzung und einer neuen Story sollte G.I. Joe – Die Abrechnung (OT: G.I. Joe – Retaliation) einer der großen Hits dieses Sommers werden.  In den USA sollte der Film am 29. Juni in die Kinos kommen, als deutscher Starttermin war der 19. Juli vorgesehen. Diverse Trailer und TV Spots wurden schon veröffentlicht.

Anscheinend hat Paramount/Hasbro zuletzt einige Entwicklungen verschlafen. Stöhnende und verärgerte Stimmen über schlecht nachkonvertierte 3D-Effekte, die an der Kinokasse einen dicken Aufschlag nach sich ziehen, häufen sich immer mehr.  Ein Blockbuster von solcher Größe wird außerdem fast nie nur knapp einen Monat vor Kinostart um einen so langen Zeitraum verschoben. Am ehesten ist dies noch mit Titanic vergleichbar. Das James Cameron Epos wurde einen Monat vor dem vorgesehen Kinostart im Juli 1997 nach Dezember verschoben. Wie man nun allzu gut weiß, hat sich das gelohnt. Sicherlich wird G.I. Joe 2 von dem 3D-Zuschlag in wachsenden Kinomärkten wie China und Russland stark profitieren. Auch hat The Hunger Games dieses Jahr eindrucksvoll bewiesen, dass auch in März große Blockbuster sich gut behaupten können. Die Zuschauer dürften jedoch trotzdem reichlich verwirrt sein. Die Marketing-Kampagne für den Film war bereits voll im Gange und muss nächstes Jahr erneut aufgerollt werden, was für Paramount mit Zusatzkosten verbunden sein wird. Ein klassisches Eigentor, ob Paramount da mal nicht abgestaft wird im nächsten Frühjahr.

Fürs nächste müssen wir Zuschauer uns mit den Filmbildern aus den Trailern begnügen.

https://youtu.be/MVgfPh2Mh5U

 

Von Daniel L./Arthur A.